Koller Gemälde Alter Meister 1. Oktober 2021

| 57 3036* GILLIS CLAESZ. DE HONDECOETER (Antwerpen um 1575–1638 Amsterdam) Felsige Waldlandschaft mit Tieren an einer Tränke. Öl auf Holz. Unten rechts monogrammiert: G. DH. 64,5 × 99,5 cm. Provenienz: - Kunsthandel Schneeberger, Bern, 1946. - Europäische Sammlung. Literatur: Ausst.-Kat. Masters of 17th Century Dutch Landscape Painting, hrsg. von Peter Sutton et al., Amsterdam / Boston / Philadelphia 1988, S. 278, Abb. 2. Gillis Claesz. de Hondecoeter war ein holländischer Maler, der im flämischen Stil arbeitete und sich auf Landschaften und Vogeldarstellungen spezi- alisierte. Später malte de Hondecoeter in einem eher niederländischen, realistischen Stil. Gillis war der Vater von Gijsbert d‘Hondecoeter und Grossvater von Melchior d‘Hondecoeter (1636–1695) und Jan Weenix (um 1641–1719). Seine Tochter Josijntje heirate Jan Baptist Weenix (1621– 1659). Gillis malte flämische, hügelige Fantasielandschaften, meist in Verbindung mit einer biblischen Szene. Es heisst, dass er vom flämischen Maler Roelant Savery (1576–1639), der ebenfalls in Amsterdam lebte, beeinflusst wurde. Die Figuren auf seinen Gemälden überliess er meist seinem Kollegen David Vinckboons (1576–1632). Niederländische Maler der nachfolgen- den Generation, wie etwa Allart van Everdingen (1621–1675) und Jan Both (1610–1652), liessen sich von seinen Kompositionen inspirieren, was beispielsweise eine um 1647–50 entstandene bergige Waldlandschaft von Jan Both deutlich macht, die sich imDetroit Institute of Arts befindet (Inv.- Nr. 89.31, Ausst.-Kat. Masters of 17th Century Dutch Landscape Painting, hrsg. von Peter Sutton et al., Amsterdam / Boston / Philadelphia 1988, S. 277–278, Kat.-Nr. 14). CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 150 / 32 410)

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