Koller Bücher AUKTION Mittwoch, 29. September 2021, 14 Uhr
| 116 529 Hahnemann, Samuel, Begründer der Homöo- pathie (1755-1843). Eigenhändiger, eineinhalb- seitiger Brief auf Doppelblatt. Von Hahnemann voll signiert. Mit dem abgestempelten, von anderer Hand beschrifteten Original-Couvert. Paris, 17. Dezember 1838. 15,5 x 10 cm. Dop- pelblatt (gefaltet). Gerichtet an seinen Düsseldorfer Verleger und Buchhändler Schaub, der den vierten Band der „Chronischen Krankheiten“ in zweiter Auflage herausbringen sollte. Hahnemann entschuldigt sich „Ich war mehrere Wochen unbass, dass ich kaummeine vielen Kranken gehörig besorgen, geschweige an diese literarische Arbeit (das Mskpt in druckbaren Stand zu setzen) denken konnte“. Empfiehlt weiter als Autor für den Verlag einen Dr. Bernstein aus Pesth in Ungarn, „Er hat an Kraft und Wahrheit seines Gleichen nicht“. Schliesst mit der Bemerkung, das Mskpt. sei nun auf die Post gekommen, das Buch erschien dann auch im selben Jahr bei Schaub. - Es folgt nach demText eine eigenhändige, unsignierte fünfzeilige Notiz von Hahnemanns zweiter Ehefrau Melanie in französischer Spra- che, mit Hinweis auf zu überbringende Grüsse. - Beigegeben: Eigenhändig von Hahnemann beschrifteter Biefumschlag aus Cöthen an den homöopathischen Arzt Stapf in Naumburg. Verso mit Hahnemanns Lacksiegel, ohne Inhalt. - Weiter beigegeben: masch. Transkription des Briefes an Schaub, eine weitere masch. Kurzfassung des Briefes sowie Briefumschlag von Dr. Augustus Korndoerfer, Philadelphia, einem bekannten amerikanischen homöopathi- schen Arzt, in dem der Brief aufbewahrt worden war. - Weitere Beigaben wie zwei Broschüren zu Hahnemann, ein Originalfoto des Leipziger Denkmals, den Sonderdruck des Artikels über die Exhumierung Hahnemanns 1898 u.a. - Gering braunfleckig und knickspurig, insgesamt gut. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 850 / 2 780) 530 Hahnemann, Samuel, Begründer der Homöo- pathie (1755-1843). Eigenhändiger, vierseitiger Brief auf Doppelblatt. Von Hahnemann voll signiert. Cöthen, 5. August 1830. 22 x 13,5 cm. Doppelblatt (gefaltet, alle Falze gerissen und restauriert). Der Brief war seinerzeit an die Mitglieder der „Gesellschaft homöopathischer ärzte“ gerichtet worden, die sich zum 51. Jahrestag der Promo- tion Hahnemanns am 10. August 1830 in Leip- zig versammelt hatten. Eingelegt in aufwendige Präsentationsmappe mit einem beigelegten gestochenen Portrait Hahnemanns (Blatt- grösse 16 x 11 cm., Gottschick nach Schoppe. Aus: Zeitgenossen, Bibliographisches Institut), weiter mit neunseitiger montierter maschinen- schriftlicher Transkription des Textes, mit einem kalligraphisch gestalteten Dedikationsblatt des Verlegers Ernst Klett mit dessen eigenhändiger Unterschrift an einen bekannten Schweizer homöopathischen Arzt (dem diese Mappe im Dezember 1955 dediziert worden war), sowie mit vier montierten Briefmarken zumGeden- ken Hahnemanns. - Der Brief ist ohne Anrede, Hahnemann teilt darin, manche „aus meiner Erfahrung gezogenen, heilkünstlerischen Autographen 529
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