Bücher & Autographen Mittwoch 29 März 2023, 13.30 Uhr

| 154 Autographen | 524 Hanhart, Ernst. Mediziner und Erbforscher (1891-1973). Teilnachlass in über 100 Son- derdrucken medizinischer Publikationen mit Widmungen an ihn, ca. 100 eigenhändigen bzw. maschinenschriftlichen Karten und Briefen an ihn, der originalen Medaille 1955 zur Erinne- rung an Mendels Entdeckung, der gedruckten Habilitationsschrift, einem Sammelband mit 12 Sonderdrucken eigener Schriften, 6 Blankobö- gen der von ihm entwickelten Aszendenztafeln, einemGästebuch des Instituts aus den 1950er Jahren u. a. Unterschiedliche Orte, Formate und Einbände, um 1925-1972 (Alters- und Gebrauchsspuren). Hanhart war einer der bekanntesten Schweizer Genetiker und Eugeniker, nach ihmwurde u.a. das Richner-Hanhart-Syndrom benannt. Seine Studien zu den Taubstummen eines Walli- ser Dorfes führte er bis 1965 fort. Unter den Kollegen und Kolleginnen, die ihm Briefe oder gewidmete Sonderdrucke schickten waren: W. Lenz, A Prader, L. Adelsberger, E. Zerbin-Rüdin, W. Koella, W.R. Hess (Nobelpreis 1949), R. Bing, W. Löffler, R. Luchsinger, W. Falta, W. Weinberg, M. Berliner, W. Weitz, C. Henschen, E. Kretsch- mer, G. Just, E. Fischer, V. Demole, A. Vogt, C. v. Monakow, O. Naegeli, H. Swoboda u.a. Vom Dichter H. Hiltbrunner stammen 19 eigenhän- dige Briefe aus den Jahren 1948-1961 sowie ein Widmungsexemplar von „Und das Licht gewinnt“. - Teils etwas fleckig, knick- und knitter - spurig, insgesamt ordentlich. CHF 800 / 1 200 (€ 800 / 1 200) 525 Hesse, Hermann Gedichte. Geschrieben und gezeichnet von Hermann Hesse Januar 1920 [Text des Titelblattes]. Typoskript mit 13 Origi- nal-Aquarellen. Ohne Ort, 1920. 23 × 16,5 cm. [25] Bll. Karton der Zeit mit Buntpapierbezug (etwas berieben). Originalmanuskript des malenden Dichters, illustriert mit 12 recht frühen und sehr reizvollen Aquarellen Hesses, dazu 12 Blatt Gedichtty- poskripte und ein Titelblatt mit einemweiteren Aquarell. Hesse schrieb solche Sammlungen als Geschenk für Freunde und Bewunderer seiner Werke, manche verkaufte er auch. Die Manu- skripte sind allesamt Unikate, denn die Auswahl der Gedichte und Illustrationen variiert je nach Exemplar. Unter den Titeln der Gedichte: An die Freunde in schwerer Zeit, Abends, Der Klang, Herbst, Vergänglichkeit u.a. Acht der Aquarelle sind farbig, vier sind in Grautönen gehalten. Die meisten zeigen schon den späteren typischen Hesse-Stil, manche zeigen aber fast abstrakte Elemente bzw. solche des „Zacken-Stils“ der Zeit, den man von Hesse eher nicht erwarten würde und den er später auch ablegte. Hesse hat hier gutes starkes weisses Papier ver- wendet. - Innen frisches und wohlerhaltenes Exemplar. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 000 / 12 000) 525 525

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