Bücher & Autographen Mittwoch 29 März 2023, 13.30 Uhr
| 158 Autographen | 530* Liber amicorum - „Souvenir de L‘amitié“ (Rückentitel). Stammbuch der A. Lieberni- ckel. Mit aquarell. Titelblatt, 4 (davon 3 mont.) Original-Aquarellen, 8 (davon 2 mit mont. Portrait-Silhouetten) kol. Umrissradierungen, 3 Portrait-Silhouetten, 1 mont. Stickbild, 1 mont. Scherenschnitt (Fächer) sowie 2 S. Musiknoten. Leipzig, ca. 1818–1826. Qu.-8° (9,8 × 17,6 cm). [78] Bll. (davon 46 vakat). Marmor. Lederband d. Z. mit goldgepr. Rückenschild und floraler Deckelbordüre, Goldschnitt (am hinteren Gelenk leicht angerissen, leicht berieben und bestossen). Ansprechendes Stammbuch einer jungen Leipziger Schülerin der dortigen Bürgerschule mit Einträgen von Lehrern, Mitschülerinnen und Freunden. Nur wenige Einträge ausserhalb von Leipzig (Nordhauen und Oeltzschau). Der erste Eintrag von Ludwig Friedrich Ernst Gedike (1760–1838), demDirektor der Leipziger Bürgerschule. Diese Musteranstalt war die erste ihrer Art in Sachsen und wurde durch den vorgenannten berühmten Pädagogen 1803 eingerichtet und stand dieser bis 1832 vor (vgl. ADB VIII, S. 490f.). Neben ihm haben sich noch fünf weitere Lehrer in dem Buch verewigt. - Teils stärker gebräunt, etwas stockfleckig, 2 Blatt wurden herausgetrennt. - Auf vorderem Spiegel montiertes goldgepr. Leder-Exlibris „A. Libernickel“. CHF 1 000 / 1 500 (€ 1 000 / 1 500) 531* Liber amicorum - Stammbuch des Friedrich von M. Pöschke. Mit aquarell. Titelblatt, 10 Original-Aquarellen, 1 Tusch- und 1 Bleistift- zeichnung, 1 Stickbild und 1 mit Seidenband umflochtenen Eintrag. Deutsche Handschrift auf Papier. Eilenburg, Zscheppelin, Luckau, Sonnenwalde und Krossen, ca. 1817–1830. Qu.-8° (12 × 19,4 cm). [108] (davon 47 vaka- ten) Bll. Rest. Ganzleder d. Z. mit 2 goldgepr. Rückenschildern, etwas floraler Rücken- und Deckelverg. sowie goldgepr. figürl. Mittelstück und Jahreszahl „1817“, Goldschnitt (Rücken er- neuert, etwas berieben und bestossen, VDeckel leicht verzogen). Hübsches Stammbuch mit ansprechenden Illustrationen und Einträgen aus dem Freun- des- und Familienkreis. Unter den angege- benen Berufen der Freunde befinden sich „Aman(unensis)“, also Schreiber, „Exp. (editor)“, „Schloss-Jäger“, Revier-Förster, Forst-Prakti- kant, Gärtner, aber auch ein Theologie- und ein Jura-Student sowie ein Pfarrer. Einträge mit dem eigenen Familiennamen tauchen nicht auf, dafür relativ viele Angehörige der Familie Mund aus Sonnenwalde, die wohl zur Ver- wandschaft gehörten. - Unter den teils recht qualitätvollen Aquarellen eine „Memento-Mori“ Darstellung. - Auf Rückenschildern „Denkmahl der Freundschaft“ und „F. M. Pöschke“. - Leicht gebräunt, etwas fingerfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig, durch Wasserschaden Verfärbung des Seidenstickbildes sowie des gegenüberliegenden Eintrags, der davor und dahinter liegenden Blatt, 2 Blatt herausgetrennt. - Lose beiliegend: 5 Blatt aus einer etwas älteren Stammbuchkassette aus dem Familienumkreis. CHF 800 / 1 200 (€ 800 / 1 200) 532 Liebig, Justus von, Chemiker (1803-1873). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Giessen, 14. November 1843. 4°. 1 S. Adresse, Stempel und Siegelrest verso. An Rechnungsrat Schleuning in Damstadt: „Ich beeile mich Sie ein Kenntniss zu sezen dass Ihr Sohn heute abend sein Examen glücklich be- standen hat [...] In den Naturwissenschaften ist er schwach, ich habe ihm bedeutend die Leviten gelesen und ihm ganz besonders empfohlen das Versäumte nachzuholen. In unserer Zeit darf der Forstmann den anderen Staatsdienern nicht nachstehen; er hat Kopf und könnte viel, viel mehr leisten.“ - Etwas gebräunt. CHF 400 / 600 (€ 400 / 600) 533 Ludwig XVI., König von Frankreich (1754-1793). Ernennungsurkunde für Leutnant Johann Heinrich Zwicki zumHauptmann. Vordruck auf Pergament mit handschriftlichen Einträgen von verschiedenen Händen. Mit der Unterschrifte des König Ludwig XVI. (von Sekretärshand ?) sowie der gestempelten Unterschrift des Kriegsministers Louis Marie de Narbonne-Lara. Paris, 15.12.1791. 41 × 31 cm. (gefaltet, linke untere Ecke fehlt). Zwicki (1752-1798) war seit 1789 der letz- te Landvogt im Rheintal mit Sitz im Schloss Rheineck. Seine Beförderung zumHauptmann erfolgte nach der Demission des Vorgängers Hauptmann Speltry. - Teils etwas wellig und verblasst, sonst ordentlich. CHF 300 / 400 (€ 300 / 400) 530
RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2