Bücher & Autographen Mittwoch 29 März 2023, 13.30 Uhr

| 99 328* MASCHINENBÜCHER - Zonca, Vittorio. Novo Teatro di Machine et Edificii per varie et sicure operationi. Mit gest. Titel und 42 ganzseitigen Kupfern imText. Padua, Francesco Bertelli, 1621. Folio. [3] Bll., 115 S. Flexibler Pergamentband d. Z. über 6 durchgez. Bünden mit hs. Rückenschild (etwas fleckig und gedunkelt). Cicognara 971 - Riccardi I, 669 - Ornament- stichslg. Berlin 1775 - Hilz, TheatrumMachina- rum S. 50-59. - Zweite Ausgabe, erstmals pos- tum 1607 erschienen. „Dieses Maschinenbuch zeichnet sich durch einen recht engen Bezug zur damals aktuell angewandten Technik aus, so finden sich darin beispielsweise Schleusenanla - gen, Treträder, eine Buchdruckerei und vor allem wesentlich mehr Abbildungen zur Textiltechnik als in jedem anderen Maschinenbuch.“ (Hilz, S. 52). - Etwas gebräunt, stellenweise leicht finger - fleckig, die Kupfer in kräftigen Abdrucken. - Pro - venienz: Titel mit hs. Besitzvermerk Wolfgang Engelbert von Auersperg (1610-1673), datiert 1656. - Exlibris der Fürstlich Auerspergischen Fideikommissbibliothek in Laibach auf Spiegel. CHF 1 400 / 2 000 (€ 1 400 / 2 000) 329* MATHEMATIK - Euklid - Byrne, Oliver. The first six books of the elements of Euclid in which coloured diagrams and symbols are used ins- tead of letters for the greater ease of learners. Mit hunderten von Farbholzschnitten imText und reich ornamentierten Initialen. London, W. Pickering, 1847. 4°. S. [II-] XXIX, 268 S. Leinwand d. Z. mit goldgeprägtem Rückentitel (Rücken aufgehellt und an den Kapitalen alt ergänzt, Ecken bestossen, Kanten berieben). McLean, Victorian Book Design p.70. - Erste und einzige Ausgabe. - Eines der merkwürdigsten Schulbücher des 19. Jhs., „one of the oddest and most beautiful books of the whole century“ (McLean), gedruckt in nur 1000 Exemplaren, mit reich ornamentierten, typisch viktorianischen Zierinitialen von Mary Byfield, die in einem spannungsvollen Kontrast zu den modernen, fast schon konstruktivistisch anmutenden Farbdiagrammen stehen. Byrnes wegweisende Idee bestand darin, den Schülern das Erlernen der euklidischen Geometrie durch den Einsatz von Farben für die Diagramme zu erleichtern. ImVorwort schreibt er: „Among the Greeks, in ancient, as in the school of Pestalozzi and others in recent times, geometry was adopted as the best gymnastic of the mind ... the use of coloured symbols, signs, and diagrams in the linear arts and sciences, renders the process of reasoning more precise...“. - Wie stets durchge- hend etwas stockfleckig, in den Rändern auch stärker, ansonsten gutes Exemplar des seltenen und empfindlichen Werkes. - Hs. Besitzvermerk auf Vorsatz. CHF 2 500 / 4 000 (€ 2 500 / 4 000) 328 329

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