Gemälde Alter Meister Lot 3001 – 3074 Freitag, 22. September 2023, 14.00 Uhr
Gemälde Alter Meister | 16 3010 ADRIAEN ISENBRANT, Nachfolger des 16. Jh. (Antwerpen um 1490–1551 Brügge) Kreuzigungsszene. Öl auf Holz. 31 × 23,8 cm. Provenienz: - Sammlung Baron Hans von Schoen (1876–1969). - Durch Erbschaft an seinen Sohn Leonardo von Schoen (1929– 2022). Diese Kreuzigungsszene stammt aus der Sammlung des deut- schen Diplomaten Baron von Schoen (1876–1969), Sohn eines Industriellen aus Worms. Hans von Schoen studierte Jura in München und Berlin und trat 1898 in den Bayerischen Justiz- und Verwaltungsdienst ein. Nach Aufgaben in den Gesandtschaften in Wien, St. Petersburg und Rom, war er von 1910 bis 1918 als Geheimer Legationsrat und Geschäftsträger an der Bayerischen Gesandtschaft in Berlin tätig. 1920 als Gesandtschaftsrat im Dienste des Auswärtigen Amtes des Deutschen Reiches in Wien, später als Gesandter in Polen, von 1922 bis 1926 als Gesandter in Griechenland und bis 1933 Gesandter in Ungarn, wo sein Sohn Leonardo von Schoen geboren wurde (Abb. 1). Nach der Macht übernahme der Nationalsozialisten liess sich von Schoen, der ein bekennender Gegner des Regimes war, 1933 in den Ruhestand versetzen. Seine Münchner Villa diente der Schweizer Vertre- tung als Domizil, er selbst starb 1969 auf seinem Landsitz im schweizerischen Cureglia bei Lugano. Von Schoen, der bereits von seinemVater eine umfangreiche Kunstsammlung übernahm, trug schon in frühen Jahren eine herausragende Sammlung von antiker griechischer Kunst zusammen, die er 1964 den Staatli- chen Antikensammlungen in München vermachte. Seit 1926 war von Schoen Ehrenmitglied des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 330 / 12 500) Abb. 1. Der Gesandte des Deutschen Reiches in Ungarn, Baron Hans von Schoen, mit seinem Sohn, Leonardo, Budapest, 1929. Foto: Kallos Oszkar.
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