Bücher Mittwoch, 20. September 2023, 13.30 Uhr
| 107 328 - Valerius Maximus. [Facta et Dicta memora- bilia]. Valerii maximi factorvm ac dictorum memoralium liber ad TiberiumCaesarem. Das erste Textblatt mit einer grösseren Gold-Initiale mit ausschlagender Bordüre in Rot, Grün und Blau, am Fuss das Wappenschild der Mailänder Visconti. Mit Rot und Blau eingemalten Initialen. Venedig, Johannes de Colonia und Johannes Mathen de Gherretshem, 1474. Gr.-4°. [163] Bll. Roter Maroquinband des 19. Jhs. auf fünf Bünden mit goldgepr. Rückentitel, blindgepr. De- ckelfileten, ornamentalen goldgepr. Eckstücken, den goldgepr. Wappensupralibros des Marquis de Seillière, doppelten Stehkantenfileten, breiten Innenkantenbordüren, Goldschnitt über Schnittmarmorierung, in Leinenchemise und Schuber mit goldgepr. Lederrücken (minimal berieben). Hain/C. 15776 - Goff V 26 - BMC V, 230 - Proctor 44290. - Zweite Venezianer-Ausgabe nach der von Wendelin von Speyer gedruckten Ausgabe von 1471. Sammlung von denkwürdi- gen Taten und Aussprüchen, gewidmet Kaiser Tiberius. Valerius kompiliert sein Material aus den Schriften von Nepos, Hyginus, Pomponius Rufus, Cicero, Varro und Livius und veröffent - licht dieses in neuen Büchern. Die Textüberlie- ferung beruht auf zwei Manuskripten des 9. Jhs., einem Berner und Florentiner Codex. - Breitran- dig, vereinzelte minimale Schmutzflecken in den Rändern. - Aus der Sammlung des Marquis de Seillière, mit dessen Wappensupralibros auf den Deckeln; Exlibris John Saks auf Vorsatzblatt. CHF 14 000 / 20 000 (€ 14 580 / 20 830) 329 Peletier, Jacques. Dialogue de l‘ortografe e pro - nonciation françoese, départi an deus livres par Iacques Peletier du Mans. Mit Holzschnitt-Dru- ckermarke auf demTitel. Poitiers, Jan und Enguilbert de Marnef, 1550. 12° (14,2 × 9,5 cm). [8] Bll., 216 S. Flexibler Pergamentband d. Z. (fleckig, etwas wellig, Schliessbänder entfernt). USTC 23472 - Tchemerzine V, 147 - Cioranesco 17308. - Erste Ausgabe. - Jacques Peletier du Mans (1517–1582), Mathematikprofessor, Lati- nist und Übersetzer, Arzt, Dichter und Gramma- tiker, erläutert hier sein Programm zur Reform der französischen Rechtschreibung. Dieser frühe Versuch gehört sprachgeschichtlich zu den wichtigsten Arbeiten zur französischen Orthographie des 16. Jahrhunderts, wenngleich ihmwenig Erfolg beschieden war. „He published only in Latin, because no one would accept his somewhat peculiar French orthography.“ (DSB X, 494). - Etwas gebräunt und stockfleckig, durch - gehend kl. Feuchtflecke in Ober- und Unterrand. - BEIGEBUNDEN: Diego de San Pedro. L‘amant mal traicté de s‘amye. Mit Holzschnitt-Drucker- marke am Schluss. Toulouse, J. de Fleurs, 1546. [60] Bll. - Seltene Übersetzung der spanischen novela sentimental „Arnalte y Lucenda“. - Das beigebundene Werk durchgehend mit stär- kerem Feuchtfleck im oberen Drittel. - Beide Werke von grosser Seltenheit. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 130 / 5 210) 329 328
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