Bücher Mittwoch, 20. September 2023, 13.30 Uhr
| 14 Bücher | Literatur des 17. - 19. Jahrhunderts 137 EROTICA - L'école des maris jaloux; ou les fur- eurs de l'amour jaloux. Mit gest. Frontispiz und 2 (1 gefalt.) Kupfertafeln. Neuchâtel, Matthieu Fortin, 1698. Kl.-8°. [2] Bll., 212 S. Kalbsleder d. Z. mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergol- dung (oberes Kapital alt restauriert, Gelenke mit kl. Bereibungen und Wurmspuren). Gay-Lem. II, 64. - Erste illustrierte Ausgabe. - Provenienz: Gest. Wappen-Exlibris des franzö- sischen Mediziners und Bibliophilen Hyacinthe Théodor Baron (1707-87) auf Spiegel. CHF 300 / 500 (€ 310 / 520) 138 - [Pinelli, Bartolomeo]. Raccolta di ventiquattro soggetti inventati da Giulio Romano ed incisi da Marc Antonio. Mit gest. Titel und 24 radierten Tafeln von B. Pinelli nach G. Romano. O.O. [wohl Rom, um 1820-1820]. Quer-8°. Moderner Ledereinband (signiert Spetzler 1956). Thieme/ B. XXVII, S. 56f. (zu Bartolomeo Pinelli) u. XIV, 1921, S. 215ff (zu Giulio Romano). - Bar- tolomeo Pinelli (1781-1835) war ein italieni- scher Kupferstecher des Neoklassizismus. Er studierte an der römischen Accademia di San Luca und an der Accademia di Belle Arti von Bologna. Pinelli beschäftigte sich vor allemmit Alltagsszenen, oft bukolischer Art. Seine Werke fanden häufig bei ausländischen Touristen und Italophilen Anklang. - Die 20 (inkl. Titel) nummerierten Tafeln wurden nach Zeichnun- gen des italienischen Künstlers Giulio Romano (1499-1546) angefertigt, der nebenbei auch als Architekt und Baumeister des Manierismus be- kannt ist. Die Tafeln mit Szenen eines Paares in variantenreichen Positionen. - Stärker gebräunt und randfleckig, etwas unfrisch. CHF 600 / 900 (€ 630 / 940) 139 - Flagellation - Meibom, Johann Heinrich. De l'utilité de la flagellation dans les plaisirs du ma- riage, et des fonctions des lombes et des reins. Nouvelle édition. Mit gest. Frontispiz. Paris, C. Mercier, 1795. 12°. 156 S. Etwas späterer Halble- derband mit goldgepr. Rückentitel (Kanten und Gelenke mit leichten Bereibungen, Ecken etwas bestossen). Hayn/Gotendorf II, 299 - vgl. Waller 6448 - Wellcome IV, 104. - Der Mediziner Meibom (1590-1665) lehrte als Professor in Helmstedt und praktizierte als Stadtarzt von Lübeck. Seine medizinische Würdigung der Flagellation er- schien erstmals 1629 auf Latein und wurde zum vielfach aufgelegten und mehrfach übersetzten Longseller. Die deutsche Übersetzung trug den Titel "Von der Nützlichkeit der Geisselhiebe". - Leicht finger- bzw. feuchtfleckig in den Rändern. - Buchhändler-Etikett der Librairie J. Mongenet, Genf. CHF 250 / 400 (€ 260 / 420) 137
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