Bücher Mittwoch, 20. September 2023, 13.30 Uhr

| 77 278 - Amman, Johann. Stirpium rariorum in Imperio Rutheno sponte. Mit 35 Kupfern auf 34 ein- gefalteten Tafeln. St. Petersburg, Typographia Academiae Scientiarum, 1739. 4°. [6] Bll., 210 S., [7] Bll. Pergamentband d. Z. mit goldgepr. Rückenschild (etwas angestaubt und fleckig, altes hs. Sign.-Märkchen am Rücken). Nissen BBI 24 - Pritzel 136 - Stafleu/C. TL2 114. - Erste Ausgabe. - Die Tafeln 14 und 16 auf einem Blatt. - Der Schaffhauser Arzt und Botaniker (1707-1740) war seit 1731 Mitglied der Royal Society in London. Von 1733 bis 1740 wirkte er als Professor für Botanik und Naturgeschichte an der Kaiserlich Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, wo er 1736 auch den Botanischen Garten anlegte. - Gering gebräunt, die Kupfertafeln in den Seitenrändern teils etwas unregelmässig beschnitten, ansonsten sauber und in kräftigen Abdrucken. - Provenienz: Gest. Wappenexlibris Christian Ernst Graf zu Stolberg (1691-1771) auf Spiegel, Titel mit Stempel der Fürstlichen Bibliothek zu Stolberg-Wernigerode. CHF 600 / 900 (€ 630 / 940) 279 - Ferrari, Giovanni Battista. Hesperides sive de malorum aureorum cultura et usu libri quatuor. Mit gest. Titel und 100 Kupfertafeln. Rom, Hermann Scheus, 1646. Folio. [5] Bll., 480 S. (Kupfer in der Paginierung), [8] Bll. Dekorati- ver Kalbslederband des 18. Jhs. mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung, dreifachen Deckelfileten und Eckfleurons (leichte Bereibungen an Kanten und Gelenken, kl. Wurmspur am Rücken). Nissen BBI 621 - Pritzel 2878 - Hunt 243. - Erste und einzige Ausgabe des umfangreichen Werkes über Zitrusfrüchte, "das bedeutendste Prachtwerk, das Italien im 17. Jahrhundert hervorgebracht hat" (Nissen). - Der erste Teil ist den archäologischen, numismatischen, mythologischen und etymologischen Quellen über Zitrusfrüchte gewidmet, drei weitere Ab- schnitte den eigentlichen Sorten. Achtzig Tafeln mit Früchten wurden von Cornelis Bloemaert entworfen, der auch den Grossteil der übrigen Tafeln gestochen hat, die von Andrea Sacchi, Nicolas Poussin, Guido Reni u.a. stammen. Sieben Tafeln sind Statuen und anderen Dar- stellungen des Herkules gewidmet, die übrigen stellen mythologische Szenen, Gartengebäude und Werkzeuge dar. - Durchgehend schwa- cher Feuchtfleck im oberen Bug, Register mit schmaler Feuchtspur imOberrand. Die Kupfer in sehr guten, gratigen Abdrucken. - Reste von entferntem Exlibris auf Spiegel. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 130 / 5 210) 280 - Plenck, Joseph Jakob. Icones plantarum medicinalium. Centuria I-IV (von 8) in 4 Bänden. Mit 1 kolor. gest. Titel und 375 (von 400, davon 5 gefalt.) kolorierten Kupferstichtafeln. Wien, Graeffer, 1788-91. Folio. Etwas spätere Halble - derbände mit goldgepr. Rückentiteln (minime Bereibungen). Nissen BBI 1536 - Stafleu/C. 8057 - Blunt 177. - Die ersten vier Centurien des bis 1812 in insge- samt 8 Teilen erschienenen Werkes, vobei von der vierten Centurie nur die ersten 75 von 100 Tafeln vorliegen. Mit den prachtvoll kolorierten Kupfertafeln, durchgehend nummeriert 1-375. "The plates are delightful, and very decorative in treatment. They are in the Jacquin-Style; indeed a few are restrikes from his plates, but the majority are new being native European plants which Jacquin never figured" (Plesch II, 605). - In den weissen Oberrändern zumeist etwas wellig, eine Tafel mit Braunfleck imUnterrand bis in die Darstellung, ansonsten sehr gutes und breitrandiges Exemplar. - Provenienz: Titel mit hs. Besitzvermerk von alter Hand (Pitchovsky). CHF 5 000 / 8 000 (€ 5 210 / 8 330) 278 279

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