Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr
| 116 Bücher | Autographen 580 Schubert, Franz, Komponist (1797-1828). Haarlocke. Mit Faden auf Trägerpapier montiert, dort bezeichnet. „Haar von Franz Schubert. Abgeschnitten bei seiner Ausgrabung vomOctober 1863 von L. Sándor.“ Leipzig, 16. April 1865. - Schubert wurde zunächst auf dem alten Währinger Orts- friedhof bestattet. 1863 wurden die Gebeine in einen neuen Sarg umgebettet, bevor 1888 nach erneuter Exhumierung der Überreste die feier- liche „Wiederbestattung“ in einem Ehrengrab im damals neu angelegten Ehrenhain auf dem Wiener Zentralfriedhof erfolgte. - Trägerpapier leicht gebräunt. CHF 1 000 / 1 500 (€ 1 050 / 1 580) 581 Schumann, Clara, Pianistin u. Komponistin (1819-1896). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Ba- den, 11. Juni 1870. 8°. 2 1/2 S. auf Doppelblatt. An eine „geehrte Frau“ (Heisterhagen), deren Tochter sie unterrichten soll: „Meine Zeit ist nun zwar immer sehr in Anspruch genommen, je- doch gebe ich immer einige Stunden und widme diese gerne wirklich begabten Schülerinnen.“ - Bei der Schülerin handelt es sich umMarie Heis- terhagen, die tatsächlich von Clara Schumann unterrichtet werden sollte und die später selbst amConservatoriumZürich lehrte. CHF 800 / 1 200 (€ 840 / 1 260) 582 Schweitzer, Albert, Arzt, Theologe und Musiker, Friedensnobelpreisträger (1875-1965). Eigenh. Brief mit Unterschrift an den Schriftsteller und Philosophen Lewis Mumford. Lambaréné, Juni 1952. 4°. 4 S. Inhaltsreicher, bedeutender Brief über seinen philosophischen Werdegang und eine mögliche Bilanz seines Denkens: „Sehr geehrter Kollege. Schon längst hätte ich Ihnen schreiben sollen, nachdem ich von Ihrem Buche ‚The conduct of life‘, das mir der Verlag freundlichst zugesandt hat, Kenntnis genommen. Aber ich habe es in den letzten Monaten in der Arbeit in Lambare- ne so schwer gehabt, dass ich nicht dazu kam richtig Correspondenz zu machen. Ich musste nämlich wieder bauen, da das Spital zu gross geworden ist.“ - Im folgenden ausführlich über Mumfords Auseinandersetzung mit Schweitzers Denken:“Ich bin erstaunt gewesen, dass Sie sich in Ihrem grossen Werke, das mir grossen Eindruck gemacht hat sich so eingehend mit mir beschäftigen. Dies, und gerade auch die Art, in der Sie es tun, hat mich bewegt. [...] „Von mir selbst hatte ich immer die Meinung, dass ich ganz durch das bewusste Denke bestimmt sei. Ich fühle mich durchaus als Rationalist.“ [...] Fer- ner über Spengler, Bergson („damals ein grosser Anreger“), Hegel und Marx sowie resümierend: „Sie meinen also, dass meine eigentliche Leis- tung nicht in dem Schaffen von Ideen, sondern in meiner Lebensgestaltung liege. Sei es.“ - Wohlerhalten. CHF 1 400 / 2 000 (€ 1 470 / 2 110) 583 Segantini, Giovanni, Maler (1858-1899). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Maloja, 15.9.1896. 8°. In deutscher Sprache an einen Galeristen: „Ich weiss dass Sie in Ihre Galerie eine Colektion meiner Werke ausgestellt halten. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir davon unterrichtet hieltet [...]“ - Auf persönlichem Briefpapier mit gedrucktem Kopf. - Lochung alt hinterlegt. CHF 500 / 800 (€ 530 / 840) 584 Strauss (Sohn), Johann, Komponist (1825- 1899). Portrait-Photo mit eigenh. Widmung. Vintage. Albumin-Abzug auf Studiokarton von Rudolf Krziwanek. Wien oder Ischl, verso be- druckt und datiert 1893. 21,2 × 13,7 cm. (etwas fleckig, Kanten leicht berieben). Einem „liebenswürdigen Ehepaar“ zur „freundli- chen Erinnerung“. CHF 600 / 900 (€ 630 / 950) 581 583
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