Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr
| 118 Bücher | Autographen 585 Utrillo, Maurice (1883-1955). Eigenh. Brief mit Unterschrift. 2. August 1945. 8°. 1 S. An einen Bewunderer „Je vous prie de m‘excu- ser du retard“. CHF 400 / 600 (€ 420 / 630) 586 Verdi, Giuseppe, Komponist (1813–1901). Eigenh. Brief mit Unterschrift an Giovanni Maloberti in Piacenza. Poststempel Busseto, 17. November 1877. 8°. 1 S. auf Doppelblatt. Mit eigenh. adressiertem und gelaufenen Kuvert. Der Musiker Giovanni Maloberti (1799-1880), langjähriger Freund Verdis, wurde nach seiner aktiven Zeit als Musiker Antiquitätenhändler. - Etwas knitterspurig und braunfleckig. CHF 1 000 / 1 500 (€ 1 050 / 1 580) 587 Wagner, Richard, Komponist (1813-1883). Ei- genh. Brief mit Unterschrift. Luzern, 4. Oktober 1867. 8°. 3 S. auf Doppelblatt. An einen „werte[n] alte[n] Freund“, den Schrift- steller Heinrich Laube. „Ich las vorigen Sommer Ihren grossen Roman, d[er] deutsche Krieg und fühlte mich bei der Lektüre wiederholt angeregt, Ihnen ein Lebenszeichen von mir zu geben. Leugne ich es nicht, dass namentlich die Jesuitenpartie darin, die Vergiftung Berhard[s] v[on] W[eimar], mich ganz besonders affizir - ten. Wie Sie nach einem solchen Buche in ihrer Wiener Stellung ununtergraben zu bleiben hoffen mochten, blieb mir unbegreiflich. [...] In Winterabenden dictiere ich [...] meine Biogra- phie; dabei lebte viel Erinnerung auf, und der Blick schärfte sich zu meiner Freude auch für mein Verhältniss zu Ihnen, der Sie imGrunde genommen der einzige Mensch waren, dem ich wirkliche Freundesdienste zu danke habe: Ich halte Sie für einen der sehr (unterstrichen) wenigen rechtschaffenden Menschen, die mir begegnet sind.“ - Braunflecke in den Ecken. CHF 2 500 / 4 000 (€ 2 630 / 4 210) 588 Wagner, Richard, Komponist, (1813-1883). Eigenh. Brief mit Unterschrift „Richard Wagner“. Paris, 30. Mai 1860. 8°. 1 S. Unter Passepartout. An seine „beste Freundin“, die Schriftstellerin Malwida von Meysenburg. Verzweifelter Brief Wagners, der sich offenbar von „Madame Schwabe“ (Julie Schwabe) Unterstützung erhofft hatte und nun auf Nachricht wartet. „Himmel, geht es denn nicht eher ab, als bis man sich ganz nackt und bloss erniedrigt hat!“ - Wag- ner befand sich nach dem Pariser Tannhäu- ser-Fiasko in grösster finanzieller Bedrängnis, aus der ihn schliesslich Julie Schwabe mit einem Darlehen rettete, das Wagner später, erst unter Androhung der Pfändung, mit Hilfe von Ludwig II. zurückzahlte. CHF 2 500 / 4 000 (€ 2 630 / 4 210) 587 588
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