Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr
| 97 527 - Hodscha Abu al-Qasim Samargardi, et al. Sammelhandschrift mit verschiedenen Trak- taten. Arabische Handschrift auf geglättetem Papier. 15 Zeilen schwarze und rote Tinte auf geglättetem Papier. Dreifacher roter Leistenrah- men. Wohl Zentralasien, 20. Jahrhundert. 20 × 13 cm. [145] Bll. (teils vakat). Rest. Leder-Einband des 19. Jahrhunderts unter Ver- wendung der alten Deckenbezügen mit jeweils 3 goldgeprägten Mittelarabesken, Streicheisen- verzierungen und Rollbandornamentik, bemalte Spiegel mit floralemDekor (leicht bestossen, kl. Fehlstellen im Bezug, Goldprägung oxidiert). Sammelband zu den Themen Medizin, Logik und Glaubenslehre, mit Texten von Hodscha Abu al-Qasim Samargardi, al-Qasim Samar- gandi, Hippokrates (Adaption), etc. Inkomplett, Texte brechen gelegentlich ab, möglichweise fehlerhaft gebunden (?). Ende der Handschrift fehlt. Kein Kolophon vorhanden. Farbig getöntes Papier des 20. Jahrhunderts (vgl. Struktur und Farben). - Leicht gebräunt, nur gelegentlich schwach fleckig, wenige Farb- und Textver - wischungen. Insgesamt sehr sauber. 1 Blatt lose. Innengelenke angeplatzt. CHF 800 / 1 200 (€ 840 / 1 260) 528 - „terceme-i kaside-i Amali“. Kommentar einer Lamiyye (katechetisches Gedicht mit Reimbuchstabe L). Arabische Handschrift auf geglättetem Papier. Mit farbig und goldgehöh- tem illuminiertemTitelblatt, zahlr. illuminierten Surenüberschriften, goldgehöhtem Kolophon und Rezitationszeichen, sowie kreisförmi- ger, goldgehöhter Abbildung des Siegels der Propheten. Mehrfacher Leistenrahmen mit 15 Zeilen schwarzer und roter Tinte. Osmanisches Reich, wohl 19. Jahrhundert. 21 × 13 cm. [108] Bll. Rest. Leder-Einband d. Z. mit Deckelklappe und reicher floraler Blind- und Goldprägung (Rü - cken restauriert, leicht berieben und bestossen, stellenweise kl. Wurmlöcher, kleine Fehlstellen im Bezug, etwas fleckig). Kein kalligraphisches aber flüssiges Naskhî. Autor nicht identifizierbar. Keine Information zumDatum oder Kopisten im Kolophon. Auf 1 recto betitelt. - Die Abbildung des Siegels der Propheten (khatam al-rusul) ist eine graphische Darstellung, der eine apotropäische Wirkung zugesagt wird. - Durchgängiger Feuchtschaden, einige Wurmgänge imweissen Rand (ohne Text- verlust, letzte Blatt stärker, stellenweise Text- verwischungen aufgrund von Feuchtflecken). Trotz der erwähnten Erhaltungsmängel gut lesbare Handschrift. - Zahlreiche Mariginalien in osmanisch-türkischer Sprache. - Provenienz: Alte Besitzerstempel. - Schweizer Privatbesitz. CHF 700 / 1 000 (€ 740 / 1 050) 529 - Koran. Arabische Handschrift auf geglättem Papier. Mit 3 doppelblattgrossen farbig illumi- nierten Titelblättern. 15 Zeilen schwarzbraune Tinte, Rezitationszeichen und Randglossen in Rot, Surenüberschriften in Gold und Farbe gehöht. Osmanisches Reich, dat. 1288h 1. Rabi 1 (=4.3.1813). 13,3 × 9,2 cm. [304] Bll. Späteres Leinen mit Klappe (Ecken leicht berieben und bestossen), eingebundener flexibler Lederband d. Z. mit goldgeprägten Deckelbordüren, floraler Goldschnitt (leicht fleckig) Flüssiges und geübtes Naskhî. Das Kolophon nennt den Schreiber Mehmed Kamil b. Arif b. Is- mail mit Beinamen Cebbarzade, den Ort Yozgat und das Datum. Laut letzter Zeile „die zweite Abschrift des Koran“ (d. h. die zweite Kopie die der Kopist angefertigt hat). Die Randvermerke in osmanisch-türkisch zur apotropäischen Nutzung des Korans. - Etwas gebräunt, stellen- weise leichte Textverwischungen, gelegentlich Blattdurchbrüche (u.a. im Kolophon), Haupttitel im Bug angeplatzt, dieser mit kleinen Fehlstel- len der Illustrationen in den Rändern, an den seitlichen Rändern alt (aber unschön) ergänzt, vereinzelt etwas angerändert oder kl. Randein- risse (ausserhalb des Textes). Insgesamt aber in guter Erhaltung, gut lesbar und reich dekoriert. CHF 400 / 600 (€ 420 / 630) 526
RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2