Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr

| 99 533 - Text zur Pharmazie. Arabische Handschrift auf geglättetem Papier. 25 Zeilen schwarze und rote Tinte. Naher Osten, nicht datiert (14./ 15. Jahr- hundert). 20,5 × 14,5 cm. [27] Bll. Leder d. Z. mit blindgeprägten Streicheisenverzierungen auf Deckeln (Block gelöst, berieben, leicht fleckig). Etwas eckiges, flüchtiges Nashki der Zeit. Text nicht identifizierbar, jedoch im Bereich der Pharmazeutik zu verordnen. Randglossen mit den Themen der Kapitel. Paläographisch ist das Manuskript in das 14. oder 15. Jahrhundert zu datieren und in die Region Ägypten, Syrien, Irak oder Iran zu lokalisieren. - Textanfang und -ende fehlen. Stark feuchtrandig (teils mit leichten Textverwischungen, teils etwas sporfleckig), etwas gebräunt, leicht angerändert (vereinzelt leichter Textverlust der Glossen, letztes Blatt mit säurenfreiem Klebeband unschön restau- riert). Insgesamt ordentliche und gut lesbare Handschrift. CHF 800 / 1 200 (€ 840 / 1 260) 534 - Durr al-Aja‘ib [Perle der wundersamen Dinge]. Persische Handschrift auf geglättetem Papier. 17 Zeilen schwarze und rote Tinte. Wohl Zen- tralasien, 19. Jhdt. (wohl um 1885). 29,5 x 20,5 cm. [200] Bll. Leder d. Z. mit dreifachen floralen Mittelarabesken (Rücken fehlt, stark berieben und bestossen, Fehlstellen im Bezug, stark gebräunt, hinteres Gelenk angeplatzt, Hinterde- ckel gelockert und brüchig). Sehr flüchtiges Nashki. Text zu rechtlich-mo - ralischemThema mit längeren narrativen Pas- sagen wie Erbauungsliteratur, wohl um 1885 in Kazan gedruckt. Der Text ist vollständig, jedoch fehlt das Kolophon. Wohl in Zentralasien oder Iran zu lokalisieren. - Erstes und letztes Blatt auf Spiegeln aufgezogen. Gebräunt, vorne und hinten stärker (sowie angestaubt), stellenweise leicht feucht- und stockfleckig, am unteren Rand etwas abgegriffen, teils leicht angerändert, Papierbrüche und mit kleinen Eckfehlstellen. Hinteres Innengelenk angeplatzt, erste und letzte Blatt gelockert. Insgesamt ordentlich. CHF 250 / 400 (€ 260 / 420) 535 - Muhammad Akbar, bekannt als Sah Arzani. Kitab-i tibb-i Qarabadin-i Qadiri. Persische Handschrift auf geglättetem Papier. 19 Zeilen schwarze und rote Tinte, roter Leistenrahmen. Karmina, dat. 1275h. [=1858/1859]. 31 × 21 cm. [2] w., 328, [1] w. Bll. Rest. Leder-Einband des 19. Jahrhunderts unter Verwendung der alten Deckenbezüge mit jeweils 3 rotgeprägten Mit- telarabesken, bemalte Spiegel, Stoffblattweiser (leicht berieben, beschabt und bestossen, etwas gebräunt und fleckig). Schönes, flüssiges Nastaliq. Muhammad Akbar verfasste den vorliegenden medizinischen Text im Jahre 1126h. [=520]. Der Titel beinhaltet die Begriffe „Qarabadin“, der auf eine Pharmakopöe, einemVerzeichnis von Arzneimitteln mit Vor- schriften zu deren Zubereitung, Beschaffenheit und Anwendung verweist sowie „qadiri“, der da- rauf hindeutet, dass der Verfasser das Buch zu Ehren des grossen Sufimeisters ‚Abd al-Quadir Gilani (1078-1166) schrieb. - Kolophon auf Blatt 328v., hier datiert, aber Kopist nicht genannt. - Minimal gebräunt, stellenweise in den äus- sersten Rändern schwach feuchtfleckig (kaum störend), Innengelenke angeplatzt, hinteres Vorsatzblatt mit leichtem Blattausbruch im Bug. Insgesamt sehr saubere und sehr gut erhaltene Handschrift. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 110 / 3 160) 535 533

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