Decorative Arts Donnerstag, 21. März 2024, 10.00 Uhr, Lot 1001– 1237

| 16 tene, auf dem Rücken des Tieres mit einem Klappdeckel ausgestattet (Musée de Cluny, Musée du Louvre, Rijksmuseum, Metropolitan Museum) während bei anderen der Zugang seitlich unter den beweglichen Flügeln erfolgt (Bostoner Museum). Bei denjenigen Tauben, welche den Zugang über den Rücken bieten, sind die Flügel in der Regel imGefäss integriert bzw. fest daran befestigt (Metropolitan, Rijksmuseum, Musée du Louvre). Eine Art Zwischenlösung stellt das hier angebotene Stück dar, welches den Deckel auf dem Rücken mit beweglich montierten Flügeln verbindet. Sie steht in diesen Punkten sowie in der ganzen Gestaltung dem Exemplar imMusée de Cluny (CL. 1957) sehr nahe. Wie bei unserer Taube weist auch die Taube in Cluny keine Füsse auf und die aufklappbaren Flügel bieten keinen Zugang zumGefäss, sind also ohne Funktion. Die Farben der Emaille an der Cluny-Version scheinen weniger kräftig zu sein. Insgesamt ist sie derjenigen imMuseum von Cluny jedoch sehr ähnlich und stammt möglicherweise aus der gleichen Werkstatt. Vgl. eine Abbildung der Colom- be imMusée de Cluny bei: Marie-Madeleine S. Gauthier. Emaux Limousins Chample- vés des XIIe & XIVe Siècles. Paris 1950. Pl. 52. Wir danken Richard Camber, ehemaliger Leiter der Sammlung byzantinischer und frühmittelalterlicher Kunst im British Museum sowie späterem Senior Director der Works of Art Division von Sotheby‘s, für seine Unterstützung bei der Katalogisierung dieses Objekts. CHF 120 000 / 180 000 (€ 126 320 / 189 470)

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