IMPRESSIONISMUS & MODERNE 21. JUNI 2024

„Dass Kinder und einfache Menschen meine Bilder mehr lieben und begreifen als falsch geschulte, ist mir eine Freu- de, für die Einfachen sind ja meine Bilder bestimmt. Aber sie haben auch die Fähigkeit verschulte Menschen dem reinen menschlichen Empfinden zu gewinnen…Mit meinen Bildern muss man kämpfen. Sie sind nicht ein Wandschmuck, sie sind eine strenge Sprache, die das Gewissen weckt… Ich rede nur, wenn was zu sagen ist…Menschen, die nie mit der Urwahrheit des Seins in Conflikt gestanden sind. Wie können sie die Tra- gik des Seins erfassen in einer Sache, die sie gewohnt sind, als „Kunstwerk“ zu bezeichnen. Meine Bilder sind ernst, und wenn man nur wenig Nervensystem hat, kann man nicht gut vor ih- nen Sandwiches kauen.“ (Werefkin, 18.11.1928, in: Fäthke, München 2001, S. 188) 46

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