POSTWAR & CONTEMPORARY 20. JUNI 2024
3452 SOL LEWITT (Heartford 1928–2007 New York) Irregular Form. 1997. Gouache auf Papier. Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert: Lewitt 97, sowie verso mit der Inventarnummer: 005624. 28,7 × 18,8 cm. Provenienz: - Künstlerstudio. - Privatsammlung Schweiz, direkt vom Künstler erhalten. Die auf der Rückseite dieses Werks vermerkte Inventar- nummer 005624 wurde vom Nachlass Sol LeWitt bestätigt, 26.3.2024. Wir danken dem Nachlass Sol LeWitt für die freundliche Unterstützung. "You shouldn't be a prisoner of your own ideas." Sol Lewitt CHF 3 500/5 500 (€ 3 570/5 610) 3453 JIM DINE (Cincinatti 1935–lebt und arbeitet u.a. in New York) A.R. at OBERLIN #1 (Banging the Orange). 1966. Öl und schimmerndes Pigment auf Leinwand. Verso signiert, betitelt, datiert und mit Hängeanweisung: A.R. at OBERLIN #1 (BANGING THE ORANGE) HANG PICTURE 2 3/16" off floor Jim Dine 1966. 214 × 122,5 cm. Provenienz: - Sidney Janis Gallery, New York (verso mit dem Etikett). - Galerie Turske & Turske, Zürich. - Privatsammlung Schweiz, bei obiger Galerie in den 90er Jahren erworben. Ausstellung: New York 1969, Jim Dine: Retrospective, Whitney Museum, 28.2.–19.4.1969. Vielleicht auch auf Grund seiner grossen Flexibilität sowohl in der Materialwahl, als auch in der künstlerischen Praxis, wird Jim Dine im Verlauf seiner Künstlerkarriere zahlrei- chen Kunstbewegungen zugeordnet. Sieht man ihn aktuell durch die Verwendung von Alltagsobjekten wie Werkzeu- gen oder etwa Bademänteln deutlicher als Vertreter der Pop-Art, so zählt man ihn in der Vergangenheit durch sei- ne Collagen und "Objets-trouvés" zu den Neo-Dadaisten oder ordnet ihn, mit Blick auf den expressiven Charakter seiner Malerei, den Abstrakten Expressionisten zu. Auch wenn er selbst sich diesen Zuordnungen stets entzieht, ist durch das hier angebotene Ölgemälde, kurz betitelt "Ban- ging the Orange", aus dem Jahr 1966 (Los 3453) besonders letztere Verbindung mehr als verständlich: Die kraftvolle Farbgebung zwischen tiefem silbrigem Blau und knalligem Orange sowie die expressive Bildkomposition ziehen die Betrachtenden direkt in den Bann. Das Werk ist von einer emotionalen Intensität geprägt, die das Publikum dazu ein- lädt, in Dines Welt einzutauchen und durch den grossen Interpretationsraum eine ganz eigene und persönliche Ver- bindung zu dieser Arbeit herzustellen. Jim Dine zeigt aktuell auf der 60. Biennale im Palazzo Roc- ca in Venedig ein breites Spektrum seines künstlerischen Schaffens. Seine Arbeiten werden in den vergangenen Jahren in über 300 Einzelausstellungen gezeigt und sind Teil einiger ständiger Sammlungen, so beispielsweise im MoMA, New York; dem Centre Pompidou, Paris; der Tate Gallery, London oder dem Metropolitan Art Museum in Tokio. CHF 50 000/80 000 (€ 51 020/81 630) 60
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