POSTWAR & CONTEMPORARY 20. JUNI 2024
3457* LUIS FEITO (1929 Madrid 2021) Ohne Titel. 1962. Gouache auf Papier. Unten links signiert: Feito. 53,5 × 74,5 cm. Provenienz: - Galerie Felix Handschin, Basel (verso mit dem Etikett). - Galerie Rämi, Zürich. - Schweizer Sammlung, bei obiger Galerie um 1990 erworben. "I started paying attention to paintings when I was a teenager. Art looked to me something so difficult, so impossible and so wonderful at the same time." Luis Feito 1953 reist der Maler, Grafiker und Bildhauer Luis Feitomit einemStipendiumnach Paris, wo er führende Vertreter des Informel trifft. Er wendet sich der Technik des spontanen Schaffens zu und experimentiert verstärkt mit Materialien wie Sand und Erde. Obwohl Feito ab 1955 für nahezu ein Vierteljahr- hundert seinen Lebensmittelpunkt in Paris hat, hält er engen Kontakt zu spanischen Avantgarde-Künstlern wie Antonio Saura oder Manuel Rivera. 1957 wird er Mitbe- gründer der Künstlergruppe "El Paso", die einen entscheidenden Beitrag zur Entwick- lung der spanischen Kunstszene leistet. In den frühen 1960er Jahren zeichnet sich Feitos Stil durch eine gedämpfte Farbpa- lette mit Schwarz, Grau, Weiss und Ocker aus. Wie in diesem Werk, das eine abstrak- te Komposition zeigt, beginnt der Maler ab 1961 vermehrt dramatische Farben einzu- setzen, insbesondere ein kräftiges Rot. Ab 1963 strebt der Spanier eine zunehmende formale Reduktion an, minimiert den Ma- terialeinsatz und integriert kreisförmige Elemente in seine Kunstwerke, was sein Interesse an der japanischen Kultur spie- gelt. Die kontinuierliche Erkundung der Be- ziehungen zwischen Oberflächentexturen, Licht, Farbe und Form verleiht seinen Wer- ken eine mystische Qualität. CHF 15 000/20 000 (€ 15 310/20 410) 65
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