GEMÄLDE ALTER MEISTER 20. SEPTEMBER 2024
an den Stilrichtungen aus Italien orientierten, gestillt werden konnte (siehe Peter van den Brink: "The Art of Copying: Copying and Serial Production of Paintings in the Low Countries in the Sixteenth and Seventeenth Centuries", in: Brueghel Enterprises, hrsg. von Peter van den Brink, Ausst.-Kat. Bonnefantenmuseum, Maastricht und Museés royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2001 S. 20–36). Dr. John Hand vermutet die Entstehung unserer Arbeit in der Werkstatt Joos van Cleves, wofür wir ihm danken. Dr. Micha Leeflang, der wir ebenfalls für ihre Meinung danken, erkennt in unserer Version eher einen versierten Maler im Umkreis des Meisters in Antwerpen. Die Lokalisierung nach Antwerpen erklärt sich ihr auch durch die charakteristische Ar- chitektur links im Hintergrund. CHF 8 000/10 000 (€ 8 420/10 530) dabei auf einen verschollenen Prototyp von Leonardo da Vinci (1492–1519), der um 1508 in Mailand entstanden war und der in zahlreichen Kopien aus der Werkstatt des italienischen Meisters Verbreitung fand. So dürfte sich die Version von Giampetrino (tätig 1495–1549), heute in einer Privatsammlung, in jener Zeit auch in Antwerpen befunden haben, die als direkte Vorlage auch für die hier angebotene Version diente (siehe Ausst.-Kat. Joos van Cleve – Leonardo des Nordens, hrsg. von Peter van den Brink, Suermondt- Ludwig-Museum Aachen, Aachen 2011, S. 116, Abb. 89). Wie Micha Leeflang erläutert, dürfte ein Karton in der Werkstatt Cleves existiert haben, der die Reproduktion dieses beliebten Motivs ermöglichte (ebd. 149). Antwer- pen war in jener Zeit die Keimstätte der Serienproduktion, wodurch die grosse Nachfrage nach Kunstwerken, die sich 7
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