GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 28. MÄRZ 2025

3204 ADOLF HIRÉMY–HIRSCHL (Temesvar 1860–1933 Rom) Drei Grazien in der Brandung. 1893. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: A–HIRSCHL. 93. 59,5 × 106,5 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Adolf Hirémy-Hirschl studierte von 1874 bis 1882 an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er war mit Gustav Klimt (1862–1918) befreundet, schloss sich jedoch nicht der Wiener Secession an, sondern verfolgte in seiner Malerei während seines gesamten Schaffens einen akademischen Stil, der sich insbesondere in seinen zahlreichen Historiengemälden niederschlug. Mit besonderer Vorliebe malte Hirémy-Hirschl mythologische Szenen und Darstellungen mit tosenden Wellen. In dem hier angebotenen grossformatigen Werk spiegelt sich beides wider. Die meisterhaft gemalte Brandung erzeugt eine dramatische Dynamik, während sich die drei dargestellten jungen Frauen grazil auf den schroffen Felsen einer Steilküste räkeln. Sagenfiguren, wie die Sirenen aus Homers Odyssee, kommen in den Sinn. Die tieffliegende Möwe links im Bild und der aufgehende Vollmond rechts unterstreichen den geheimnisvoll-phantastischen Charakter dieses charmanten Kunstwerks. CHF 10 000/15 000 (€ 10 640/15 960) 113

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