GEMÄLDE ALTER MEISTER 28. MÄRZ 2025

3028 JACOB FOPSEN VAN ES (um 1596 Antwerpen vor 1666) Stillleben mit Trauben, Granatapfel, Kürbis und Apfel. Öl auf Holz. 48,5 × 72,5 cm. Provenienz: - Wohl Sammlung André de Lagarde (1656–1728), Generalstaats- anwalt des Parlaments in Aix, vor 1728. - Sammlung André de Barrigue de Montvallon (1678–1769), durch Erbschaft in der selben Familie bis Anfang des 19. Jh. - Sammlung Jean Vuillerme, Schloss Emeringe (Fleurie). - Sammlung Joseph und Paul Traverse, Lyon. - Auktion Sotheby’s, Monaco, 21.6.1986, Los 1. - Kunsthandel J. O. Leegenhoek, Paris. - Schweizer Privatbesitz, seit 1986. Jacob Fopsen van Es verbrachte seine gesamte künstlerische Karriere in Antwerpen, wo er 1617 freier Meister in der Lukasgilde wurde. Seine Werke zeigen den Einfluss von Jan Davidz. de Heem (1606–1684) und Frans Snyders (1579–1657). Das hier angebotene Gemälde ist ein charakteristisches Beispiel für das Schaffen des Stilllebenmalers Jacob Fopsen van Es und stellt einen Korb voller saftiger, appetitlicher Früchte auf einem rot gedeckten Tisch dar. Verschiedene Traubensorten nehmen eine prominente Stellung in der Komposition ein und sind sorgfältig dargestellt. Der Künstler und Biograph Arnold van Houbraken (1660–1719) lobte die realistische Darstellung von Trauben in van Es’ Werken, besonders die, der hier abgebildeten Muskatel- lertrauben, die eine süsse Weissweinsorte hervorbringen (Siehe Arnold van Houbraken: De groote schouburgh der Nederlantsche konstschilders en schilderessen, Den Haag 1718, Bd. 1, S. 217 f.). Dieses Gemälde hat eine bemerkenswerte Provenienz, die bis ins Jahr 1728 zurückverfolgt werden kann. Das Bild war vermutlich Teil der Sammlung von André de Lagarde (1656–1728), Generalstaatsanwalt des Parlaments von Aix, bis zu seinem Tod im Jahr 1728. Durch Erbschaft gelangte das Gemälde in den Besitz seines Neffen André de Barrigue de Montvallon (1678– 1769). Dieser war Eigentümer eines Hôtel particulier, in dem das Gemälde vermutlich ausgestellt war. Dr. Fred G. Meijer bestätigt die Eigenhädigkeit des Gemäldes anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 30 000/40 000 (€ 31 910/42 550) 42

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