BÜCHER & AUTOGRAPHEN 26. MÄRZ 2025

4017 Ariosto, Ludovico. Opere. Nuovamente raccolte di scelte e vaghe Giunte ad essa spettanti in questa impressione adornate. Mit 2 gest. Titelbor- düren, 1 gest. Titelvignette, 1 gest. Portrait und 51 Kupfertafeln. Venedig, Stefano Orlandini, 1730-1731. Folio (42,8 × 30,7 cm). [25] Bll. 576 S.; [1] Bl., 400 S. Interims-Pappbände mit hs. Rückentiteln in moderner Leinenkassette. Brunet I, 430. - Monumentale Edition mit den Kupferstichen von C. Orsolini, B. Castelli und G. Filosi. - Schönes, breitrandiges Exemplar. CHF 1 000 / 1 500 (€ 1 060 / 1 600) 4018 BAROCKLITERATUR - Zwergenkabinett - Koning, Willem Engelbert. Rang en Register van de Waereld vol Gekken Nesten anders genaamd het Dwergen Tooneel. - Ordre et Liste de L'Oeuvre qui a pour titre Le Monde plein de Fols, ou le Theatre de Nains. 4 Teile in 1 Band. Mit 2 gestochenen Titeln (Tafelverzeichnissen mit figürlichen Bordüren) und 78 Kupfertafeln (1-24 und A-E, 25-50 und 1-3, 12, 6) von Anna Folkema, Joost van Sasse und Pieter van Buysen in separat gestochenen Bandwerksrahmen mit Grotesken. Amsterdam, Koning, [1720]. Folio (37 × 23,5 cm). Marmorierter Lederband der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit goldgeprägtem Rückenschild, reicher Rückenvergoldung, doppelten Deckelfile- ten, marmorierten Vorsätzen und altem Rotschnitt, am Schluss signiert [Josse] Schavye (Belgischer Meisterbinder, 1822-1905, Stempel mit Zusatz "Intern. Exhib. 1862"). Cohen/Ricci 722/723 - Graesse IV, 574 - vgl. Lipperheide Xf 2. - Umfangreichste Ausgabe, vollständiges Exemplar im grossen Format mit den prachtvollen Rahmen. Erstmals 1715/16 mit nur 58 Oktavtafeln erschienene Folge, beruht auf dem Augsburger "Callotto resuscitato oder [...] Zwerchencabinet", um 1710. Die Serie wurde bis 1720 auf den vorliegenden Umfang erweitert und teils in 4° ohne, teils in Folio mit Rahmen ausgegeben. Beide Vari- anten bestehen aus zwei Kupfertiteln sowie 24 und 26 Tafeln mit zusammen 8 Zusatzblättern, einer Monatsserie Janvier-Decembre und sechs Tafeln von grotesken Hochzeitspaaren ohne eigenen Titel. Die Legenden sind deutsch, französisch und niederländisch in die Bildplatten eingestochen. In dieser Form von grosser Sel- tenheit. - Gratige, schwarze Abzüge. Tadelloses Exempar, wohl im 19. Jahrhundert schonend gereinigt, für die Bindung nicht erneut beschnitten. - Provenienz: Kleines kyrillisches Bibliotheksetikett im vorderen Innendeckel, darunter 1888 datiertes Exlibris des bedeutenden französischen Antiquars und Kunstsammlers Alfred Beurdeley (1847-1919). Der Hauptteil seiner enormen Sammlung wurde posthum versteigert, die Bibliothek im Februar 1921. - Schweizer Privatsammlung. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 190 / 5 320) LITERATUR DES 17.–19. JAHRHUNDERTS 4018 4018 13

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