DECORATIVE ARTS 27. MÄRZ 2025

1216 ANNAMARIABARBARAABESCH (1706–1773) Innerschweiz, 1739. Hinterglasmalerei mit der Darstellung der Esther vor Ahasver. Un- ten links signiert Anna Barbara von Esch pinx Surlaci in Helvecia sowie datiert 1739. In vergoldetem geschnitztem Holzrahmen. Gemäss Etikette auf Rückseite "angek. von R. Zimmermann, Basel 12.12. 1951/7". 38 × 47 cm. Provenienz: - Privatsammlung Rudolf Zimmermann, Basel. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Georg Staffelbach: Geschichte der Luzerner Hinterglasmalerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Luzern 1951, Abb. 105, Vermerk "Basel. Rudolf Zimmermann". Fehlstellen an Hinterglasmalerei, vorwiegend im Bereich des roten Vorhangs sowie vereinzelte minime Fehlstellen. Fehlstellen, Cra- quelés sowie Retuschen an Vergoldung des Rahmens. Nach dem Gemälde von Antoine Coypel "L’évanouissement d’Esther", 1697 (Louvre, Inv.-Nr. 3500), respektive dessen Stich von Gérard Audran, um 1705 (Minneapolis Institute of Art, Inv.-Nr. P.1, 405). Zwei weitere Hinterglasmalereien mit demselben Sujet von Anna Maria Barbara Abesch, 1738 (SIK-ISEA, Inv.-Nr. 82072), sowie ihrem Vater, Johann Petrus von Esch, um 1725 (SIK-ISEA, Inv.-Nr. 1208230020) und ein weiteres in einem Privatbesitz in Beromüns- ter (Georg Staffelbach: Geschichte der Luzerner Hinterglasmalerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Luzern 1951, Abb. 176) sind bekannt. Unterschiede sind hierbei vorwiegend in der Gestaltung bzw. der Detailreiche der Gewänder festzustellen. Auch wie ihr Vater, bediente sich Anna Maria Barbara diverser Stichvorlagen meist französischer und italienischer aber auch niederländischer Ursprünge, wobei sie die Vorlagen variierte und Werke, dank ihrer grossen Nachfrage, mehrmals ausführte (Georg Staffelbach: Ge- schichte der Luzerner Hinterglasmalerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Luzern 1951, S. 68). CHF 5 000/7 000 (€ 5 320/7 450) 187

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