IMPRESSIONISMUS & MODERNE 27. Juni 2025
3268 ALFONS WALDE (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühl) Bergfrühling. Um 1930. Öl auf Karton. Unten links signiert: A. Walde. 42,2 × 67,5 cm. Gutachten: Prof. Dr. Gert Ammann, Völs, 7.3.2025. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, seit drei Generationen im selben Familienbesitz. Wir danken Prof. Dr. Gert Ammann für die Bestätigung der Authentizität des Werks. Waldes "Bergfrühling" fängt auf subtile Weise den zarten Übergang vom Winter zum Frühling ein, der sowohl in der Landschaft als auch im Leben der Menschen spürbar wird. Vor unseren Augen entfaltet sich das Bild eines stattlichen Bauernhofs an einem Berghang, dessen Schatten markant auf dem Schnee ruht. Der Schnee ist noch nicht vollständig vom blassen, morgendlichen Frühlings- sonnenschein geschmolzen. ImHintergrund erheben sich schneebedeck- te Berge unter einem tiefblauen wolkenlosen Himmel. Die Luft ist frisch und klar, ein feiner Duft von Erneuerung liegt in ihr. Vor der Hütte stehen zwei Bauern, ruhig und entschlossen, bereit, nach der Winterpause wieder auf den Feldern zu arbeiten. Die schweren Arbeitsge- räte ruhen auf ihren Schultern und verkörpern die Würde ihrer Arbeit, die im Einklang mit dem Rhythmus der Jahreszeiten steht. Die Szenerie strahlt eine stille, beinahe feierliche Ruhe aus, die uns tief in diesen Moment des Wiedererwachens eintauchen lässt. In diesem Werk verwendet Alfons Walde dichte, pastose Pinselstriche, die der Szene eine ausdrucksstarke Präsenz verleihen und die Darstellung von Schnee und Berglandschaft besonders kraftvoll und suggestiv wirken lassen. CHF 70 000/100 000 (€ 74 470/106 380) 84
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