GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS AUKTION 19. SEPTEMBER 2025
3236* EUGÈNE LOUIS BOUDIN (Honfleur 1824–1898 Deauville) Le port de Trouville. 1879. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: E Boudin 1879. 32,5 × 41 cm. Gutachten: Manuel Schmit, 22.2.2017 (in Kopie vorhanden). Provenienz: - Auktion Azur Enchères, Cannes, 17.11.2017, Los 201. - Europäischer Besitz. 1863 verbrachte Eugène Boudin seinen ersten Sommer in dem nordfranzösischen Küstenstädtchen Trouville. Dieser Badeort in der Normandie entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nach Anbindung an das Zugnetz zu einem angesagten Sommerferienort für die Bevölkerung der französischen Städte. Boudins Zuneigung für den Küstenort Trouville zeigt sich in zahlreichen seiner Gemälde, die er von dem mondänen Badeort schuf. Er malte nicht nur elegante Urlauber am Strand, der von Grand Hotels und dem Casino gesäumt ist, sondern auch viele Ansichten des Hafens, des Herzens der Stadt. Die vorliegende Ansicht wurde von der Deauville-Seite der Brücke über den Fluss Touques aus eingefangen und zeigt den langen, von Fischer- und Ruderbooten gesäumten Kai (siehe Abb. 1). Boudins Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Spiel von Licht und Schatten an den Häuserfassa- den sowie den Spiegelungen im Wasser und dem weiten Himmel. Bei seiner Malerei, die Boudin häufig unter freiem Himmel ausübte, konzentrierte er sich auf das Licht und die atmosphärischen Effekte. Sie gilt als eine der wichtigs- ten Einflüsse für die impressionistischen Maler. So sagte sein Schüler Claude Monet (1840–1926), dass er es Boudin verdanke, Maler geworden zu sein. CHF 100 000/150 000 (€ 106 380/159 570) 150 Abb. 1 Historische Fotografie des Hafens von Trouville bei Ebbe
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