WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS AUKTION 18. SEPTEMBER 2025

1094 PAAR SALIEREN Limoges, 16. Jh. Umkreis Pierre Reymond (1513–1584). Emaille bemalt in "Grisaille"-Technik und beige-rosafarbenen Tönen sowie mit Goldzeichnung auf Kupfer. Salière mit leicht balusterförmigem Schaft auf Rundfuss. Im Spiegel das Profil einer Frau bzw. eines Cäsars umgeben von Früchten, Pflanzen und Groteskenmasken. Der Schaft mit mythologischen Meeresszenen (wohl Amphitrite), Blattdekor und Banddekor. Der Fuss geziert von Früchten, Ranken, Blättern, Girlanden, Masken und Köpfen. Transluzides Gegenemaille. H 11 cm, Ø 10 cm. Dellen, Kratzer. Fehlstellen an Emaille 1 repariert. Vgl. für ein Salzgefäss von Pierre Reymond (1513–1584) im Muse- um für angewandte Kunst Wien (Inv.-Nr. KHM 457-2). CHF 3 000/5 000 (€ 3 190/5 320) 1093* GROSSE ÖLLAMPE MIT STIERKOPF Renaissance, Italien, 16./17. Jh. Wohl nach einem antiken römi- schen Modell des 2. Jh. n. Chr. Bronze braun patiniert. Runde Schale mit zwei ausragenden Dochthaltern dazwischen ein mächtiger Stierkopf. Innere Schale mit Palmetten-Motiven. Späterer Deckel mit zwei Masken und Henkel in Form von zwei sich windenden Schlangen. L 25,5 cm, H 11,5 cm. Löcher und Risse im unteren Bereich. Stellenweise Grünspan. Berieben. Reparaturen. Provenienz: Sammlung Arlette und Antony Embden, Frankreich. Das Motiv mit dem Stierkopf und den gleichen Armen für den Docht findet sich an einem römischen Vorbild aus dem 2. Jh., wel- ches bei Christie's New York versteigert wurde (8.6.2001, Lot 294). Jenes Beispiel besitzt sechs Stierköpfe. Der innere Ring ist anders als bei unserem mit plastischen Pharaonenbüsten dekoriert. CHF 4 000/7 000 (€ 4 260/7 450) 81

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