SCHWEIZER KUNST 28. NOVEMBER 2025

3008 ALBERT ANKER (1831 Ins 1910) Die Kinder de Bary. 1880. Öl auf Leinwand. Mittig links signiert und datiert: Anker 1880. 85 × 63,5 cm. Provenienz: - Sammlung Mieg-Dolfuss, 1880, direkt beim Künstler erworben. - Privatbesitz de Bary-Mieg, Guebwiller. - Auktion Galerie Jürg Stuker, Bern, 29.10.–1.11.1957, Los 1030. - Schweizerische Kunst- und Antiquitätsmesse, Bern, 10.10.–19.10.1959, Katalog-Nr. 27. - Sammlung G. und L. Zbinden-Hess, Bern, an obiger Messe erworben. - Privatsammlung Bern. - Schweizer Privatbesitz. Ausstellungen: - Ins 1985, Albert Anker. Der Maler und sein Werk. Gemäldeausstellung aus Anlass des 75. Todestages, Sporthalle Ins, 23.3.–21.4.1985, Nr. 118 (verso mit Etikett). - Martigny 2003/04, Albert Anker, Fondation Pierre Gianadda, 19.12.2003–23.5.2004, Nr. 59 (verso mit Etikett). Literatur: - Albert Anker: Livre de Vente 18.5.1880: "de M. Mieg pour le portrait des ses deux petits enfants 3200". - Albert Anker, Max Huggler und Kunstmuseum Bern: Albert Anker. Katalog der Gemälde und Ölstudien, Bern 1962, Nr. 111, als "Bildnis zweier Knaben" (mit Abb.). - Robert Meister: Albert Anker und seine Welt. Briefe; Dokumente; Bilder, Bern 1981, S. 85. - Ausst.-Kat. Albert Anker. Der Maler und sein Werk, Ins 1985, S. 34, Nr. 118. - Robert Meister: Albert Anker malt Kinder im Elsass, in: Galerie Stuker Blätter, Bern 1985, Nr. 13, S. 7 ff. (mit Abb.). - Sandor Kuthy und Therese Bhattacharya-Stettler: Albert Anker. Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel 1995, S. 150, Nr. 272 (mit Abb.). - Ausst.-Kat. Albert Anker, Martigny 2003/04, S. 160, Nr. 59 (mit Abb.). Das Gemälde zeigt die Kinder de Bary, Enkel von Frau Mieg, der Schwester von Armand Weiss. Entstanden 1880 während Ankers Aufenthalt im Elsass, steht das Werk exemplarisch für seine präzise und einfühlsame Auseinander- setzung mit dem Kinderporträt. Die überlieferte Korrespondenz zwischen Albert Anker, Armand Weiss-Zuber und der Familie de Bary erlaubt einen ungewöhnlich genauen Einblick in die Entstehung des Bildes. Aus den Briefen wird deutlich, mit welcher Geduld und Selbstkritik Anker an Haltung, Ausdruck und Detail arbeitete. Trotz seiner Zweifel gelang ihm ein Porträt von bemerkenswerter Ruhe und Geschlossen- heit, das jene stille Intensität veranschaulicht, welche seine bürgerlichen Bild- nisse auszeichnet. CHF 30 000/50 000 (€ 32 260/53 760) 10

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