GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 27. MÄRZ 2026

3203* OTTO PILNY (Budweis 1866–1936 Zürich) Verhandlungen in der Wüste. 1926. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: OTTO PILNÝ. 1926. 110 × 161 cm. Provenienz: - Europäische Privatsammlung. - Auktion Dorotheum, Wien, 5.12.2017, Los 106. - Europäische Privatsammlung. Mit einer Expertenmeinung von Dr. Jan Štíbr, Leitmeritz, 26.11.2020. Das Schaffen Otto Pilnys ist stark von seinen mehrfachen Orient­ reisen geprägt. 1885 reiste der junge Künstler mit nur 19 Jahren das erste Mal durch den Orient und verbrachte zwei Jahre auf der grossen Karawanenstrasse zwischen Kairo und Tripolis. Daraufhin kehrte er zurück nach Budweis und nahmwohl erst dann das Studi- um der Malerei auf. Lange hielt es den Maler jedoch nicht in seiner Heimat und so brach er bereits 1889 zu einer weiteren mehrjähri- gen Reise durch Ägypten auf. Mit seinen orientalischen Motiven fand Pilny nicht nur in Europa grossen Anklang, sondern auch in den nahöstlichen Ländern. So wurde er zum Hofmaler des Vize­ königs von Ägypten Abbas Hylmi II. Pascha (1874–1944) ernannt und bekam 1906 den Medschidieh-Orden 4. Klasse verliehen. CHF 15 000/25 000 (€ 16 300/27 170) 132

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