GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 27. MÄRZ 2026
3230 HEINRICH ZÜGEL (Murrhardt 1850–1941 München) Schäferin mit Eseln. Um 1920. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: H v Zügel. 60,2 × 46 cm. Provenienz: - Gemälde-Cabinett Unger, München/Sylt. - Kunsthaus Bühler, Stuttgart (verso mit Etikett). - Schweizer Privatbesitz. Literatur: Eugen Diem: Heinrich von Zügel und seine Zeit, Recklinghausen 1986, Nr. 197 und Tafel 48 (mit Abb.). Auf wunderbare Weise gelingt es Heinrich von Zügel in diesem Gemälde mit breiten, pastosen Pinselstrichen zwei bepackte Esel und eine Bäuerin zu zeigen, die sich im Schatten eines Baumes vor einer Scheune aufhalten. Besonders schön kommt hier die tonige Farbigkeit zur Geltung, mit der der Maler das Spiel von Licht und Schatten wiederzugeben vermag. Zügel zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Übergangszeit zwischen Realismus und Impressionismus und zu den besten Tiermalern seiner Zeit. Er war Grün- dungsmitglied der Münchener Secession und über 25 Jahre lang als Professor und zeitweilig sogar als Rektor der Kunstakademie München tätig. 1907 verlieh ihm der bayerische König das Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone, mit der die Erhebung in den persönlichen Adelsstand einherging. CHF 8 000/12 000 (€ 8 700/13 040) 169
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