BÜCHER & AUTOGRAPHEN 25. MÄRZ 2026
II. Derselbe. Ein Schöne Cronica oder Hystori buch, von den fürn- ämlichstenWeybern [...]. Übersetzt von Heinrich Steinhöwel. Mit 81 Textholzschnitten von Jörg Breu d. Ä., , Leonard Beck und Hans Schäu- felein. Augsburg, Heinrich Steiner, 3. Februar 1543. (6), XC Bll. - VD16 B 5817 - FairfaxMurray 80 - Dodgson II, 113, 19 - Hollstein II, 172 (Beck), 15 und IV, 182, (Breu) 528-608 - Oldenbourg, Schäufelein L 192. - Fünf- te deutsche Ausgabe der "Claris mulieribus", die zweite bei Steiner. - Titel und einige Blätter zu Beginnmit kleinen Randläsuren, amFuss schwach fingerfleckig, durchgehender Wasserand imunteren Bund, dort streckenweise auch kleineWurmgänge oder -stiche. III. Francesco Petrarca. De Rebus Memorandis. Gedenckbuch Aller der Handlungen, die sich fürtreffenlich vonn anbegind der Welt wunderbarlich begeben und zugetragen haben [...]. Über- setzt von Stephan Vigilius. Mit großem Titelholzschnitt und 14 Textholzschnitten von Hans Burgkmair oder dem Petrarcameis- ter. oder. Augsburg, Heinrich Steiner, 1541. (8), XCVI Bll. - VD16 P 1736 - Speck, Petrarca 136. - Erste Ausgabe der "Remediis utriusque fortunae". Die Illustrationen wurden von Steiner schon 1532 für Petrarcas "Artzney"verwendet. Muther schreibt bis auf einen alle Burgkmair zu, laut Speck sind vier vom Petrarcameister. - Titel gebräunt und mit kleinem Randausriss, erste Textblätter mit schwachem Wasserrand am Kopf, Blattweiser zu Textbeginn. IV. Lucius Apuleius. Ain Schon Lieblich auch kurtzweylig gedichte von ainem gulden Esel [...]. Übersetzt von Johann Sieder. Mit 79 halbseitigen Textholzschnitten, davon 41 von Hans Schäufelein. Augsburg, Alexander Weissenhorn, 1538. (4), LXXI Bll. - VD16 A 3179 - Fairfax Murray 41 - Dodgson II, 14, 32 und 195-99 - Ol- denbourg, Schäufelein L 245, 812-52. - Erste deutsche Ausgabe, selten. Der Übersetzer wurde um 1500 Sekretär des Würzburger Bischofs Lorenz von Bibra, die vorliegende Übersetzung war sein um diese Zeit vollendetes Erstlingswerk. Das Druckprivileg vom 20. Dezember 1535 ist für Johann Lucas ausgestellt, der darinn als Sieders Bruder bezeichnet wird. In der Vorrede rechtfertigt Sieder die Wahl des heiklen Abenteuerromans (statt der Lehr- schriften des Apuleius), wobei er betont, allzu anstößige Stellen nicht übersetzt zu haben. Dodgson, der die früher Burgkmair oder Weiditz (s. Röttinger 3) zugeschriebenen Schnitte als Arbeiten des Meisters NH bestimmte, vermutet aus stilistischen Gründen eine Entstehung um 1520. Ab S. 36 folgen die Illustrationen Schäufe- leins in dessen Spätstil. - Blattweiser am Titel, dieser und einige weitere Blätter gebräunt und wasserrandig, ab Bl. 40 kleine, später zunehmende Wurmstiche vom Rückdeckel her. CHF 15 000 / 20 000 (€ 16 300 / 21 740) 4142 4142 83
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