BÜCHER & AUTOGRAPHEN 25. MÄRZ 2026
4146 Münster, Sebastian. Cosmographey: das ist Beschreibung aller Länder [...] biss ins M.D.XCVIII. jar gemehret. Mit Holzschnitt-Portrait auf Titel, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss, 26 doppelblattgrossen Vortextkarten und über 1200 (teils ganzseitigen und doppelblgr. sowie 2 grossen gefalt.) Panoramaansichten, Karten und Plänen. Basel, S. Henricpetri, 1598. Folio (36,8 × 22 cm). [15] Bll., [52] Bll. (Karten), 1461 S., [1] Bl. (Druckermarke). Moderner Lederband im Stil der Zeit über Holzdeckeln mit Metallschliessen. VD16 M 6706 - Burmeister 83 - Sabin 51395. - Letzte Ausgabe des 16. Jahrhunderts von Sebastian Münsters (1488-1552) berühmter Kosmographie, die erstmals 1544 erschien. - "Eines der grossen Sammelwerke, welche die geschichtlichen Wissensmengen ver- breiteten und durch eine leidlich behende Sprache - mehr noch durch Holzschnittbilder - den wissens- und nutzbegierigen Mas- sen von den Fürsten bis zu den Handwerkern die erweiterte Welt der Entdeckungsjahrhunderte zugänglicher machten (...)." (Fried- rich Gundolf, Anfänge deutscher Geschichtsschreibung, S. 39). - Seine weite Verbreitung fand das Werk des Basler Hebraisten und Geographen vor allem wegen seiner Stadtansichten. Hatte die erste Ausgabe von 1544 lediglich 6 wirklichkeitsnahe Ansichten - neben den obligatorischen Pilgerzielen Rom und Jerusalem auch die Heimatstädte des Verfassers, Ingelheim und Basel, enthalten, nahm ihre Zahl mit jeder weiteren Auflage zu. Die Cosmographia avancierte damit zum Prototypen der "Städtebücher" und leitete eine Entwicklung der Stadtdarstellung ein, die ihren Höhepunkt schliesslich bei Merian erreichen sollte. - Durchgehend gebräunt, stock- und fingerfleckig, feuchtfleckig in den Rändern. Die beiden gefalteten Panoramen (Heidelberg und Wien) mit Bildverlust in den rechts gefalteten Partien, wenige Seiten mit beschnittenen Illustrationen. Ansonsten sauberes, gut erhaltenes Exemplar. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 350 / 6 520) 4147* Pinder, Ulrich. Der beschlossen gart des Rosenkrantz marie. 11 Teile in 2 Bänden. Mit 5 ganzseitigen und über 1000 Textholzschnitten (einige wiederholt) von H. Schäufelein, H. Baldung Grien, H. Süß von Kulmbach, W. Traut und mindestens einem weiteren Künstler. Nürnberg, (Friedrich Peypus für) Ulrich Pinder, 9. Oktober 1505. Folio (33 × 21 cm). (1), cccij, 3 (erstes weiss); ccxcvij (recte 299), (2) Bll. Band I: Blindgeprägter Lederband d. Z. über Holzdeckeln mit Titelprägung vorne sowie 2 Messingschliessen (berieben, 4146 86
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