WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 26. MÄRZ 2026

152 1154 KAMINPENDULE "APOLLO MIT LYRA" Empire, um 1810. Das Zifferblatt signiert Rabiat & C.ie sowie Schüller H.r. (wohl Mathias Schüller, (?–1844). Das Gehäuse nach einem Modell von Pierre-Philippe Thomire (1751–1843). Bronze vergoldet und fein ziseliert. Architektonisches Gehäuse in Form eines Hochaltars, flankiert vom stehenden Gott Apollo mit loser Lyra in der Hand. Reiche Dekorapplikationen in Form von geflügelten Puttenköpfen, Genien, Siegesgöttinnen, Fackeln, Akanthusranken und Blumenkränzen. Der gestufte Sockel mit ei- nem Relief zum Mythos von Orpheus und Eurydike, mit Götterrei- gen stehend auf vier geflügelten Löwen. Weisses Email- Zifferblatt mit römischen Stunden. 2 durchbrochene Zeiger. Pari- ser Werk mit Halbstundenschlag auf einer Glocke. Rückseitig an der Werklünette nummeriert 1344 C (verdreht). 1 Schlüssel. 45 × 21 × 65 cm. Lyra lose und mit Stempel E. Bronze etwas be- rieben und stellenweise mit Grünspan. Email etwas bestossen. Das Modell von Thomire, ursprünglich mit einem dunkel patinier- ten Apollo und Quetschfüssen, abgebildet in Elke Niehüser: Die französische Bronzeuhr. Eine Typologie der figürlichen Darstellun- gen. München 1997, S. 31. CHF 2 500/4 000 (€ 2 720/4 350) 1153 KAMINPENDULE "ALLEGORIE DES STUDIUMS" Empire, Paris, um 1815. Das Zifferblatt signiert Le Roy H.r. du Roi à Paris (wohl Bazile-Charles Le Roy, 1765–1839). Das Gehäuse wohl nach einem Modell von Pierre-Victor Ledure (1783–1870). Bronze vergoldet. Architektonisches Gehäuse in Form eines Hochaltars, flankiert von der stehenden Allegorie des Studiums mit Schriftrolle in der Hand und Bücherstapel. Dekorapplikatio- nen in Form von Fackeln, Maschen, Rosetten und Hahn. Der ge- stufte Sockel mit einem Relief mit der Darstellung eines Genius, einer sitzenden, geflügelten allegorischen Figur, die ein Buch in der Hand hält, bez. Traité de la Sphère, sowie weiteren Studien- symbolen. Weisses Email-Zifferblatt mit römischen Stunden. 2 gebläute, durchbrochene Zeiger. Pariser Werk mit Halbstunden- schlag auf Glocke. Die Werkplatine rückseitig bez. und numme- riert C1041 bzw. 913 P. 2 Schlüssel. 33,5 × 12,5 × 54,5 cm. Werk zu revidieren. Rückseitiges Glas fehlt. Vergoldung etwas berieben. Ein nahezu identisches Modell abgebildet bei Elke Niehüser: Die französische Bronzeuhr. Eine Typologie der figürlichen Darstel- lungen. München 1997, S. 76/77, Abb. 114 & 115. Das Design für das Gehäuse stammt laut Ottomeyer/Pröschel von Pierre-Victor Ledure (vgl. Ottomeyer/Pröschel: Vergoldete Bronzen. München 1986, S. 349, Nr. 5.6.8). CHF 2 500/4 000 (€ 2 720/4 350)

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