WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 26. MÄRZ 2026
157 Anweisungen dem Geschmack der Zeit entsprechend umge- staltet, ein Landschaftspark angelegt. Das Gut wurde in Elfenau umbenannt und entwickelte sich zu einem wichtigen Treffpunkt für die Berner Gesellschaft, die russische Kolonie sowie auslän- dische Diplomaten. Als Oberhofmeister und Verwalter des Gutes amtete der Berner Arzt Rudolf Abraham von Schiferli (1775–1837), Vater des dritten Kindes von Anna Feodorowna, der 1812 gebore- nen Tochter Hilda. Aus einer Rechnung von Christoph Hopfengärtner an „Seine Ex- cellenz Herrn Hofrath et Kammerherr v. Schiferle v. Bern“ geht hervor, dass der Berner Ebenist im Jahr 1814 mit der Reparatur von vorhandenem Mobiliar aus dem Brunnaderngut sowie mit der Herstellung neuen Mobiliars beauftragt war. Die Rechnung erwähnt einige Möbelstücke, ein Ameublement wird hingegen nicht explizit genannt (Hermann von Fischer: Berner Mobiliar des Klassizismus von Christoph Hopfengärtner und Zeitgenossen, S. 11. In: Schloss Jegenstorf: Christoph Hopfengärtner, Valentin Sonnenschein. Ausstellung 1986). Nach dem Tode der Grossfürstin im Jahr 1860 gelangte die Elfenau, verkauft durch Anna Feodorownas Sohn Eduard 1861, in den Besitz der Familie von Wattenwyl. Man kann vermuten, dass das Gut damals mitsamt Mobiliar an die Familie von Wat- tenwyl überging und später in die Villa Morillon gelangte. CHF 10 000/15 000 (€ 10 870/16 300)
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