WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 26. MÄRZ 2026

62 1046 BÖTTGERSTEINZEUG SAKEFLASCHE Meissen, um 1711–15. Unpolierte Rotware. Die Form nach japanischem Vorbild in balusterförmiger Vierkantform mit schmalem Hals. Auf der Unterseite Spuren einer Inventarnummer des Japanischen Palais, R. *33 (233?) in Schwarz. H 20,5 cm. Kleine Bestossung an einem Eck der Basis. Provenienz: - Aus den sächsischen Staatssammlungen, Johanneum, Dresden, Rudolph Lepke Auktionshaus Berlin, 1920, Lot 80/81(?). - Kunsthandel James A. Lewis, New York. - Christie's New York, Meissen and Other Continental Porcelain, 23.4.1998, Lot 6. - Privatsammlung, St. Gallen, in obiger Auktion erworben. In den Königlichen Sammlungen Dresden befanden sich gemäss Inventar 14 Stück solcher Flaschen, davon fünf ohne Deckel. Im Inventar des Japanischen Palais aus dem Jahr 1770 und dem des Turmzimmers der Dresdener Residenz von 1769 wer- den unter "Braun roh- und polirten Sächßis: Porcellain:" gelistet: "Vierzehn Stück 4.eckichte hohe Aufsatz–Bouteillen, davon 5.Stück ohne Deckel, 9 ½ Zoll hoch, 3 ½ Zoll im (D), No. 233" (C. Boltz, Japanisches Palais Inventar 1770 und Turmzimmer Inventar 1769, Keramos 153/1996, S.108). Ein Teil der königlichen Sammlung wurde 1919 und 1920 bei Rudolph Lepke in Ber- lin unter dem Titel "Porzellane und Waffen aus den Kgl. Sächsischen Sammlungen" versteigert und kam so in den internationalen Umlauf. Darunter auch Böttgerstein- zeug Flaschen, von welchen zwei durch eine Auktion bei Christie's 1998 Eingang in unsere Schweizer Sammlung fanden, eine dieser beiden hier im Lot. Zu einer Flasche mit Resten einer Inventarnummer "R.18..." in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Objektnummer P.E.721); schliesslich zwei weitere Modelle in der Sammlung Henry Arnhold, New York (M. Cassidy–Geiger, 2008, S. 185 Nr. 6a,b). CHF 6 000/8 000 (€ 6 520/8 700)

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