WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 26. MÄRZ 2026

70 1056 FRÜHE TEEKANNE MIT CHINOISERIEDEKOR Meissen, um 1722. Die Bemalung in der Art von Johann Gregorius Höroldt. Gebauchte Form mit Maskaron am Ansatz des geboge- nen Ausgusses in Gold. Dekor mit zwei Chinoiseriesze- nen, auf der einen Seite eine häusliche Szene mit Teezu- bereitung auf einer Gartenterrasse, verso eine Familie bei der Gartenpflege, jede auf einem Grünstreifen mit eisenro- ter Doppelringbordüre. Gemarkt M.P.M. (Meissener Porzellan Manufaktur) in Unterglasurblau. H 11 cm. Provenienz: - Sotheby's Zürich, 10.12.1997, Lot 427. - Privatsammlung, St. Gallen, in obiger Auktion erworben. Diese seltene Manufakturmarke war nur kurze Zeit wäh- rend des Jahres 1722 in Gebrauch und wurde dann auch im gleichen Jahr von der Marke K.P.F. (Königliche-Porzel- lan-Fabrik) abgelöst. Ab 1723 führte die Manufaktur das Signum K.P.M. ein (Königliche-Porzellan-Manufaktur), das man vor allem auf Teekannen, jedoch nur bis 1725 findet. (R. Rückert 1966, S. 38; M. Cassidy-Geiger, Collection Arn- hold, 2008, S. 343 Nr. 113). CHF 6 000/8 000 (€ 6 520/8 700) 1057 TEEKANNE MIT CHINOISERIEDEKOR Meissen, um 1723–25. Bemalung in der Art von Johann Gregorius Höroldt. Ovoide Form mit geschwungenem Ausguss mit braun staffiertem Adlerkopf und reliefiertem Blattansatz und Ro- caillehenkel. Die Bemalung mit zwei Chinoiserieszenen in vierpassigen Bandelwerkkartuschen mit braunem Lüster und Federblättern in Purpur und Eisenrot, zwischen indi- anischen Blumen. Goldspitzenbordüre am oberen Rand. K.P.M. (Königliche Porzellan Manufaktur) in Unterglasur- blau, Goldnummer 21. H 13,5 cm. Ausguss minim bestossen, Vergoldung leicht berieben. Provenienz: - Kunsthandel Heinz Reichert, München, 1999. - Privatsammlung, St. Gallen, bei obigem erworben. CHF 6 000/8 000 (€ 6 520/8 700)

RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2