ASIATICA: JAPAN, INDIEN, SÜDOSTASIEN, PERSIEN 16. JUNI 2026
Heinrich J. Kremer (1924–2020) Der Sammler Heinrich Kremer lebte und wirkte bis zu seinem Tod in Bonn. Er war als Postdirektor tätig – eine Position, die Verant- wortungsbewusstsein, organisatorische Präzision und ein hohes Mass an Verlässlichkeit erforderte. Diese Eigenschaften prägten auch seinen Zugang zur Kunst und zum Sammeln und spiegeln sich in der minutiösen Dokumentation der einzelnen Blätter wider. Jedem Werk ist eine kleine Karteikarte mit handschriftlichen Beschreibungen und meist auch Kaufpreisen beigefügt. Seine Sammlung entstand über Jahrzehnte hinweg im Stillen und mit grosser Umsicht. Die Werke wurden stets sorgsam verwahrt und blieben der Öffentlichkeit wie auch dem Kunstmarkt weitgehend verborgen. Nicht Repräsentation oder Spekulation standen im Vordergrund, sondern eine persönliche, ruhige Auseinandersetzung mit den ausgewählten Stücken. Nach seinem Tod ging die Sammlung durch Erbschaft an die jetzige Besitzerin über. In dem Wunsch, die qualitätvollen Werke nicht im Verborgenen zu belassen, sondern sie wieder in den Kreislauf der Kunstwelt zurückzuführen, hat sie sich entschlossen, die Sammlung nun in ihrer gesamten Bandbreite zur Auktion zu geben. Die Werke erhalten so die Möglichkeit, neue Kontexte und Sammler zu finden. (Lots 394 – 435) Heinrich J. Kremer (1924–2020) The collector Heinrich Kremer lived and worked in Bonn until his death. He had served as a postal director – a position that de- manded a strong sense of responsibility, organisational precision and a high degree of reliability. These qualities also shaped his approach to art and collecting, and are reflected in the meticulous documentation of each individual print. Each work is accompa- nied by a small index card bearing handwritten descriptions and, in most cases, purchase prices. His collection was built up over decades, quietly and with great care. The works were always kept in safe custody and remained largely hidden from the public and the art market. The focus was not on prestige or speculation, but on a personal, toughtful engagement with the selected pieces. Following his death, the collection passed by inheritance to the current owner. Wishing not to leave these high-quality works hidden away, but rather to return them to the art world, she has decided to put the entire collection up for auction. This allows the works the opportunity to find new contexts and collectors. 176 |
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