IMPRESSIONISMUS & MODERNE 26. JUNI 2026
32 3221 CLAUDE MONET (Paris 1840–1926 Giverny) Waterloo Bridge. 1900/01. Pastell auf Papier. Unten links signiert: Claude Monet. 31,7 × 48,3 cm. Provenienz: - Sammlung Michel Monet, Giverny, 1926 durch Erbschaft von Claude Monet erhalten. - Lucas Lichtenhahn, Basel, 1949 direkt von Obigem erworben. - Privatsammlung Schweiz, am 14.8.1956 von Obigem erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Ausstellung: Basel 1949, Impressionisten. Monet, Pissarro, Sisley, Vorläufer und Zeitgenossen, Kunsthalle Basel, 3.9.– 20.11.1949, Nr. 241. Literatur: - Daniel Wildenstein: Monet. Catalogue raisonné. Werk verzeichnis, Bonn 1996, Bd. V, S. 174, Nr. P 97 (mit Abb.). - Wildenstein Plattner Institute: Claude Monet. The Revised Catalogue Raisonné. The Pastels, Nr. CMIUDV P97 (Onlinewerkverzeichnis: https://digitalprojects.wpi.art/ monet/artworks/detail?a=75612-waterloo-bridge). Wir danken dem Wildenstein Plattner Institute für die Bestätigung der Authentizität des Werks, April 2026. Claude Monet besucht London erstmals über den Winter 1870/71, um dem in Frankreich vorherrschenden Deutsch-Französischen Krieg zu entfliehen. Die Stadt ge- fällt ihm auf Anhieb, doch es sollte noch rund 30 Jahre dau- ern, bis Monets Weg wieder zurück nach London führt. Am 15. September 1899 kommt Monet mit seiner Frau und sei- ner Stieftochter in der britischen Hauptstadt an. Die Reise dient einerseits dem Besuch seines Sohnes Michel, der zu einem Sprachkurs in London weilt, andererseits der Umset- zung eines seit geraumer Zeit gehegten Plans: der Schaffung einer Bildserie der royalen Stadt. Auch in den beiden darauf- folgenden Jahren kehrt Monet wieder nach London zurück, um an seinen berühmten ”Vues de Londres“ zu arbeiten. Bei jedem dieser Aufenthalte logiert Monet im fünften Stock des eleganten Hotels Savoy, das sich am Ufer der Themse zwischen der Waterloo Bridge und der Charing Cross Brid- ge befindet und Sicht auf die Houses of Parliament bietet. Inspiriert durch diese privilegierte Lage, richtet sich Monet in seiner Hotelsuite ein ganzes Zimmer als Atelier ein. Die Londoner Serie wird zu seiner umfangreichsten überhaupt und umfasst über 100 Gemälde. Der Grossteil dieser Werke konzentriert sich auf die oben genannten drei Hauptmotive. Für die beiden Brücken-Sujets malt Monet direkt von sei- nem Hotelzimmer aus, entweder im dortigen Atelier oder ”en plein air“ auf dem Balkon. Seinen eigenen Rhythmus findet Monet, indem er die gleiche Sicht oft zur selben Waterloo Bridge und die Themse, Blick nach Osten vom Savoy Hotel in Richtung Stadt und St Paul’s Cathedral. Foto: Heritage Images/Hulton Archive/Getty Images. Porträt von Claude Monet, aufgenommen 1899 von Paul Nadar.
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