IMPRESSIONISMUS & MODERNE 26. JUNI 2026

40 3225* GUSTAVE LOISEAU (1865 Paris 1935) Péniche sur l’Oise. 1900. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: G. LoisEAU 00. 54 × 65 cm. Provenienz: - Galerie Durand Ruel, New York, Nr. 6267 (verso mit Etikett und Bezeichnung). - Marlborough Fine Art, London, Nr. 0159 (verso mit Etikett). - Kunstsalon Abels, Köln (verso mit Etikett). - Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt. - Kunsthaus Bühler, Stuttgart, 1983 von Obigem erworben (verso mit Etikett). - Privatsammlung Deutschland. Das Werk ist im Archiv von Didier Imbert registriert. Gustave Loiseau malt ”Péniche sur l’Oise“ im Jahr 1900, in einer Phase, in der er seine künstlerische Reife erreicht hat und zunehmend Anerkennung findet. In der Tradition im- pressionistischer Künstler wie Monet und Sisley arbeitet er bevorzugt ”en plein air“ und richtet seine Aufmerksamkeit auf Lichtverhältnisse und saisonale Veränderungen in der Land- schaft. Loiseau hält sich häufig in der Region entlang der Oise nörd- lich von Paris auf, die zu seinen bevorzugten Motiven gehört. Immer wieder kehrt er an dieselben Orte zurück, um unter- schiedliche Tages- und Jahreszeiten zu studieren und male- risch festzuhalten. Das Bild zeigt eine ruhige Szene am Flussufer: Eine Péniche liegt still imWasser, die Bäume am Ufer sind kahl, was auf die Übergangszeit zwischen Spätherbst und Frühwinter hindeu- tet. Der Himmel ist bedeckt, die Luft wirkt feucht und kühl. Gedämpfte, kalte Farbtöne dominieren – Grau-, Blau- und entsättigte Grüntöne –, ergänzt durch erdige Nuancen von Ocker und Braun, insbesondere beim Boot und im Uferbe- reich. Die Stimmung ist ruhig und in sich geschlossen. Loiseau, der als sensible und zurückhaltende Persönlichkeit gilt, verwan- delt eine unscheinbare Flusslandschaft in eine Szene von stiller, poetischer Intensität. Das Werk gewinnt seine Wirkung nicht aus einem spektakulären Motiv, sondern aus der präzi- sen, feinen Beobachtung von Licht, Farbe und Atmosphäre. CHF 120 000/180 000 (€ 130 430/195 650)

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