SCHWEIZER KUNST 26. JUNI 2026

142 3091 EMMA KUNZ (Brittnau 1892–1963 Waldstatt) Ohne Titel. Farbstift und Ölkreide auf braunem Millimeterpapier. 59 × 50 cm. Provenienz: - Nachlass Emma Kunz. - Sammlung Otto Kunz. - Privatbesitz Anton C. Meier, Würenlos, 1974 an der Ausstellung erworben. - Schweizer Privatbesitz, bei Obigem erworben. - Durch Erbfolge in heutigen Privatbesitz. Ausstellung: Aarau 1973/74, Der Fall Emma Kunz, Aargauer Kunsthaus, 1.12.1973–27.1.1974, Nr. 21/072 (verso mit Etikett). Literatur: Emma Kunz Stiftung: Emma Kunz. Digitaler Werkkatalog, Kreuz-162. Das vorliegende Werk der Emma Kunz ist einer Vielzahl von Zeichnungen zuzuordnen, die im Kontext des umfassenden Œuvres der Naturheilerin entstanden sind. Kunz verband Ihre Praktiken als Heilpraktikerin mit diesen der Künstlerin: Sie fertigte die bildnerische Kunst mithilfe eines Pendels an, das ihr als zentrales Instrument zur Erkenntnisgewinnung diente. Die durch das Pendeln ermittelten Punkte übertrug sie präzise auf das Papier und schuf so komplexe, struktu- rierte Kompositionen. Für die Künstlerin waren diese Zeichnungen weit mehr als ästhetische Gebilde: Sie fungierten als visuelle Manifestati- onen ihrer Forschungen und als Antworten auf ihre Suche nach Erkenntnis. Ihre bildnerischen Energiefelder beschrieb sie selbst mit den Worten: „Gestaltung und Form als Mass, Rhythmus, Symbol und Wandlung von Zahl und Prinzip“. Heute ist das zeichnerische Werk von Emma Kunz internati- onal anerkannt und Gegenstand zahlreicher Ausstellungen. Es übt eine anhaltende Faszination auf ein weltweites Publi- kum aus und wird sowohl in künstlerischen als auch in wis- senschaftlichen Kontexten intensiv rezipiert. CHF 40 000/60 000 (€ 43 480/65 220)

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