SCHWEIZER KUNST 26. JUNI 2026
80 3047 AUGUSTO GIACOMETTI (Stampa 1877–1947 Zürich) Mairiesli und Vergissmeinnicht. 1940. Öl auf Leinwand. Unten links monogrammiert: a.g. Rückseitig signiert, datiert und bezeichnet: AUGUSTO GIACOMETTI 1940. „Mairiesli und Vergissmeinnicht”. 52 × 61 cm. Provenienz: - Schweizer Privatsammlung. - Durch Erbfolge an heutige Besitzer. Literatur: - Augusto Giacometti: Handschriftliches Werkverzeichnis, 1890, S. 106, als „Mairiesli und Vergissmeinnicht“. - Arnoldo Marcelliano Zendralli: „I nostri artisti. Elenco delle opere di Augusto Giacometti. 1937-maggio 1940“, in: Quaderni grigionitaliani, 1941, S. 68, als „Miosotide“. - Arnoldo Marcelliano Zendralli: Il libro di Augusto Giacometti, Bellinzona 1943, S. 177, als „Miosotide“. - Hans Hartmann: Augusto Giacometti. Pionier der abstrakten Malerei. Ein Leben für die Farbe, Chur 1981, S. 256, Nr. 1968. - Michael Egli, Denise Frey und Beat Stutzer: Augusto Giacometti. Catalogue raisonné, Hrsg. Schweizerisches Institut für Kunstwissen- schaft, Zürich 2023, Bd. I, S. 568, Nr. 433 (mit Abb.). Die Blumenkomposition nimmt im Œuvre Augusto Giacomettis eine zen- trale Stellung ein und begleitet den Künstler während seiner gesamten Laufbahn bis in die späten Schaffensjahre. Weit über eine rein dekorative Bildaufgabe hinaus wird das Blumenmotiv für ihn zu einem eigentlichen Experimentierfeld der Malerei, in dem die Farbe zum wichtigsten Aus- drucksträger avanciert. In der Arbeit „Mairiesli und Vergissmeinnicht“ widmet sich Giacometti einem Bouquet, dessen scheinbare Schlichtheit eine subtile malerische Auseinandersetzung in sich birgt. Das Stillleben verwandelt sich in eine kontemplative Reflexion über die fragile Schönheit des Lebendigen. Der Hintergrund entzieht sich jeder konkreten räumlichen Verortung. Frei von erzählerischen Bezugspunkten wirkt er als autonomes malerisches Feld, das die Leuchtkraft des Bouquets steigert und den Eindruck zeitloser Ruhe verdichtet. CHF 40 000/60 000 (€ 43 480/65 220)
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