POST-WAR & CONTEMPORARY 25. JUNI 2026

134 3508* GEORGE CONDO (Concord 1957–lebt und arbeitet in New York City) Night of horrible dreams. 1989. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Condo 12.24.89. 130 × 100 cm. Provenienz: - Künstlerstudio. - Galerie Bischofberger, Zürich. - Privatsammlung Spanien, in obiger Galerie erworben. Literatur: Ralph Rugoff und George Condo: The Imaginary Portraits of George Condo, New York City 2002, S. 63 (mit Abb.). George Condos Werk bewegt sich zwischen Figuration, Karikatur und psychologischer Studie. Condo entwickelt den Begriff des ”Artificial Realism“, mit dem er seine Bildspra- che beschreibt, die klassische europäische Malerei mit Elementen aus Comic, Popkultur und grotesker Verzerrung verbindet. In seinen Porträts erscheinen menschliche Gesichter frag- mentiert, übersteigert oder maskenhaft verfremdet. Dabei greift Condo auf kunsthistorische Vorbilder wie Velazquez, Picasso oder den Surrealismus zurück und transformiert die- se Einflüsse in eine zeitgenössische, oft irritierende Bildwelt. Seine Figuren wirken zugleich humorvoll und verstehend und thematisieren Fragen nach Identität, Psyche und gesell- schaftlicher Inszenierung. Durch expressive Farbpaletten, dynamische Linienführungen und eine bewusst gebrochene Komposition, entsteht zwischen Abstraktion und Figuration eine visuelle Spannung, die an die Tradition der modernen Avantgarden anknüpft und diese zugleich kritisch reflektiert. CHF 60 000/90 000 (€ 65 220/97 830)

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