GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 18. SEPTEMBER 2026

150 3217 JAN VAN CHELMINSKI (Bruzstóow 1851–1925 New York) Duell an einem Wintermorgen. 1881. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert: Jan Chelminski München 1881. 101 × 150 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Vorliegendes Gemälde des polnischen Meisters Jan van Chelminski kann zweifelsohne als eines seiner Hauptwerke be- trachtet werden. In prominenter Grösse schildert uns der Maler den dramatischen Höhepunkt eines zwischen zwei Edelmännern ausgetragenen Pistolenduells. Die Herren zu Ross und beglei- tet von den Sekundanten, die sich im Hintergrund der Szenerie eingefunden haben, tauschen ein letztes Mal ernste Blicke aus. Bald hallen Schüsse durch den verschneiten Winterwald, der den Schauplatz für das Treffen unserer beiden Kontrahenten bildet. Der Topos des Duells in winterlicher Landschaft fand insbeson- dere auch in der Literatur des 19. Jahrhunderts Verwendung. So kommt es unter anderem in Alexander Puschkins (1799– 1837) Versepos „Eugen Onegin“ sowie in Leo Tolstois (1828–1910) „Krieg und Frieden“ zu Duellen im Schnee, die für die Titelhelden zu tragischen Schicksalswenden führen. Chelminski gelingt es in unserem Gemälde auf hervorra- gende Weise, den spannungsgeladenen Moment vor dem Duell zu schildern und die klirrend kalte Atmosphäre des frühmorgendlichen Winterwaldes einzufangen. CHF 15 000/25 000 (€ 16 300/27 170)

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