GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 18. SEPTEMBER 2026
166 3231* EUGÈNE LOUIS BOUDIN (Honfleur 1824–1898 Deauville) Le Havre, Bassin de la Barre. 1887. Öl auf Holz. Unten links signiert und datiert: E. Boudin ‚87. Unten rechts bezeichnet: Le Havre. 26,3 × 34,5 cm. Provenienz: - Sammlung J. M. C. de Marseille. - Auktion Hôtel Drouot, Paris, 28.3.1908, Los 7. - Sammlung Cotts, London. - Auktion Sotheby‘s, London, 1.7.1959, Los 132. - Galerie Arthur Tooth & Sons, London. - Walter Klinkhoff Gallery, Montreal (verso mit Etikett). - Privatsammlung. - Bedeutende europäische Privatsammlung. Literatur: Robert Schmit: Eugène Boudin. 1824–1898, Paris 1973, Bd. II, S. 337, Nr. 2193 (mit Abb.). Eugène Boudin wuchs in Le Havre auf, wo er in jungen Jahren auf einer dampfgetriebenen Fähre als Schiffsjunge anheuerte. Den Hafen der Stadt, der zu den gössten Häfen Frankreichs zählt, lernte Boudin dabei gut kennen und so verwundert es nicht, dass er als Maler oft dorthin zurückkehrte, um den Hafen mit seinen unterschiedlichen Schiffen in seinen Gemälden einzufangen. Das hier angebotene Werk, das sich seit mehreren Jahrzehnten in einer bedeutenden Privatsammlung befand, ist für die Malerei Boudins indes ein besonders schönes Beispiel. Zeit seines Lebens widmete sich Boudin der Darstellung der nord- französischen Häfen und Küsten und war einer der ersten Maler, der „en plein air“ zu malen begann. Mit seiner Malweise beein- flusste er zahlreiche junge Künstler, die zu Meistern der französi- schen Malerei der Moderne avancieren sollten. So übte er etwa grossen Einfluss auf Claude Monet (1840–1926) aus, der in späte- ren Jahren mit den Worten zitiert wird: „Dass ich Maler geworden bin, verdanke ich Boudin.“ CHF 70 000/90 000 (€ 76 090/97 830)
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