GEMÄLDE ALTER MEISTER 18. SEPTEMBER 2026
102 3060* JAN VAN OS (Middelharnis 1744–1808 Den Haag) Blumenstrauss mit Rosen, Aurikeln, Iris und Kaiserkrone in einer Terrakottavase auf einem Marmorsims. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: J. Van Os. fecit. 70,7 × 59,7 cm. Provenienz: - Sammlung Paul Delaroff (1852–1913), St. Petersburg. - Auktion Hôtel Drouot, Paris, 23–24.4.1914, Los 174. - Auktion, Paris, 7.5.1940, Los 24 (Gegenstück von Los 25). - Sammlung Gustav Rochlitz (1889–1972). - Sammlung Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg, Paris, 1941, mit Obigem gegen ein Werk von Auguste Renoir und eines von Paul Cézanne eingetauscht. - Sammlung Hermann Göring (1893–1946), 1941, vom Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg erworben. - Sammlung Alois Miedl (1903–1970), in Amsterdam mit Obigem gegen ein Ge- mälde von Jan Vermeer getauscht. - Auktion Sotheby‘s, London, 11.7.1962, Los 33. - Kunsthandel Frost & Reed, London, 1962. - Sammlung D. C. Warner, Santa Monica, Kalifornien. - Privatsammlung, USA. - Auktion Sotheby‘s, London, 1.6.1990, Los 107. - Auktion Bonhams, London, 7.12.2022, Los 67 (als Nachfolger Jan van Os). - Aussereuropäische Sammlung. Literatur: Peter Mitchell: Jan van Os, London 1968, S. 17, Kat.–Nr. 3, Abb. Plate 3 (als Jan van Os). Jan van Os zählt zu den bedeutendsten Vertretern der niederländischen Stillleben- malerei des 18. Jahrhunderts. Der in Middelharnis geborene Künstler war wäh- rend seiner gesamten Laufbahn in Den Haag tätig und schuf einige der feinsten Blumenstillleben seiner Zeit. Seine Werke zeichnen sich durch farbenprächtige, üppige und lebendig komponierte Blumensträusse vor hellem Hintergrund aus. Das hier angebotene, signierte Gemälde veranschaulicht eindrucksvoll die ausser- gewöhnliche Feinmalerei, für die Van Os berühmt war. Mit grösster Sorgfalt sind selbst kleinste Details wiedergegeben, etwa die Wassertropfen auf den Blättern, die zarte Beschaffenheit der Blütenblätter oder die flaumige Textur des Vogelnests im Vordergrund. Dr. Fred G. Meijer bestätigt die Eigenhändigkeit dieses Gemälde, wofür wir ihm danken. Dieses Gemälde ist im RKD, Den Haag, dokumentiert. CHF 30 000/50 000 (€ 32 610/54 350)
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