GEMÄLDE ALTER MEISTER 18. SEPTEMBER 2026
49 - Ekkard Mai: „Historie und Landschaft – Aspekte der Gattung bei Gillis Mostaert“, in: Die Malerei Antwerpens – Gattungen, Meister, Wirkungen: Studien zur flämischen Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, Köln 1994, S. 32 und 34, Fussnote 36. - Bert Willem Meijer und Jos Koldeweij: La pittura nei Paesi Bassi, Mailand 1997, Abb. 206. - Ekkard Mai: Gillis Mostaert (1528–1598): Ein Antwerpener Maler zur Zeit der Bruegel-Dynastie, Wolfratshausen 2005, S. 32, 143 und 146, Nr. 38, Abb. 19 und auf dem Buchcover. - Ekkard Mai: Gillis Mostaert (1528–1598): Een Tijdgenoot van Bruegel, Wolfratshausen 2005, S. 32, 143 und 147, Kat.-Nr. 38, Abb. 19 und auf dem Buchcover. - Bart Makken: „Schilderijen om te lezen: Gillis Mostaert tussen wal en schip“, in: Streven, Bd. 72, 2005, S. 650 (mit Abb.). Das hier angebotene, nach 1575 entstandene, vielfigurige Kir- mesgemälde ist ein hervorragendes Beispiel für jene Bildgat- tung, mit der Gillis Mostaert bis heute besonders verbunden wird. Der in Antwerpen tätige Künstler zeichnete sich durch eine aussergewöhnliche Vielseitigkeit und Erfindungsga- be aus. Er schuf Staffagefiguren für Landschaften von Jacob Grimmer (1525/26–1590), malte Dorfszenen in der Nachfol- ge Pieter Bruegels d. Ä. (um 1525–1569) und fertigte zudem Versionen von Kompositionen nach Hieronymus Bosch (um 1450–1516) an. Besonders geschätzt war Mostaert jedoch für seine Landschaften sowie seine Darstellungen von Dorf- und Jahrmärkten. Das vorliegende Gemälde vereint in eindrucksvoller Weise jene Lebendigkeit, erzählerisches Potential und Detailfreude, welche diese Werke bereits bei zeitgenössischen Sammlern so begehrt machten und bis heute ihren besonderen Reiz ausmachen. Ein vergleichbares Beispiel befindet sich in der Nationalgalerie Prag (vgl. Marktszene, Öl auf Holz, 41 × 68,5 cm, Inv.-Nr. DO 4237 ; siehe RKD images Nr. 114225). CHF 100 000/150 000 (€ 108 700/163 040)
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