BÜCHER & AUTOGRAPHEN 16. SEPTEMBER 2026

4236 Schweitzer, Albert, Arzt, Theologe und Musiker (1875-1965). Portrait-Photographie, fast Halbfigur. Vintage. Matter Silber- gelatine-Abzug. Bildseitig eigenhändige Widmung mit Unter- schrift.Um 1927. 16 × 12 cm. Am Kopf auf Karton montiert. Schöne Aufnahme des über Fünfzigjährigen. Die Widmung vom 8. 12. 1927 gilt "in liebem Gedenken" dem Buchhändler Max Schmidt, bis 1927 Hapke & Schmidt in Berlin, dann Gärtner in Brissago, Tessin. - Dazu an denselben: 1 eigenhändiger Brief Schweitzers mit Unterschrift und 5 seiner Sekretärin und Vertrau- ten Emmy Martin, 4 mit Unterschrift, 1 mit Nachschrift Schweit- zers. Strassburg, Günsbach und o.O., 1928-30. 13,5 × 21 cm. Zu- sammen 10 S., 1 1/2 von Schweitzers Hand. - Martin, 10.1.28: "Wie im Traum liegen die Tage in Berlin hinter uns [...] und nun weiss ich dass Sie kein Herr Hapke und Schmitt [sic] sind, worun- ter ich mir immer zwei Herrn vorstellte, sondern ein lieber Freund der Herr Schmitt heisst! Es war auch eine Freude, dass an dem Abend Ihre l. Gattin mit Ihnen kam und den Vortrag hören konn- te." - Martin, 22.1.28: der Doktor wird "nur zu oft von seiner Arbeit herausgerissen, wann wird der Tag da sein, wo er seinen Freun- den die Mystik des Apostel Paulus an der er arbeitet, schenken darf?" - Schweitzer, 5.2.28: "Lassen Sie mich sagen, wie viel ich an Sie denke. Es hat mich wirklich bewegt mit Ihnen zusammen- zusein und sie kennen zu lernen, nachdem ich so manches von Ihnen gehört hatte. Dass ich so müde war, müssen Sie verzeihen. Es liegt ja so viel Arbeit auf mir [...]". - Martin, 12.6.28: Nennt Ad- ressen zweier Pfarrer mit Beziehungen in die Südschweiz. "Herr Schweitzer kam eben von England zurück - wir packen für Afrika." - Schweitzer, Nachschrift zu Martin, 18.4.29: "Wie oft denke an Sie oder sorge mich um Sie, wie Sie in den neuen Verhältnissen vorankommen [...] Die verlangten Empfehlungen kann ich Ihnen nicht geben, so gerne ich möchte, einfach weil ich [...] mit nie- mandem in Beziehung stehe". - Martin, 8.1.30: "Es war mir eine Freude zu hören, dass es Ihnen erträglich geht. Ja, das Leben mit der Natur ist doch das Beglückendste [...] Er ist nun schon wieder in Lambareme, und gehört ganz seinen Kranken [...] Auf dem Schiff hat er das letzte Capitel des 'Paulus' fertig geschrie- ben." - Beiliegend eigenhändige Postkarte Martins an Schmidt. O.O., 8.6.1940. - Das Portrait mit geringfügigen Aussilberungen in den Rändern, Briefe mit einzelnen Flecken, insgesamt sehr gut erhalten. CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) 4216 4232 114 |

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