WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 17. SEPTEMBER 2026

1346 INTARSIERTES KABINETT Wohl Frankreich oder Italien, 1. Hälfte 17. Jh. Verschiedene Hölzer, teils geschwärzt und mit Elfenbein in rechteckigen Reserven eingelegt, graviert mit Grotesken, Arabesken, Harpyien, Füllhörnern, Blättern sowie Früchtebou- quets. Die beiden Türen mit Einlagen in Form von Musketieren. Das Kabinett-Oberteil in architektonischer Form, die Front als Fassade gegliedert mit 24 Schubladen und einer Türe. Die Sei- tenwandungen kassettiert und mit Filets eingelegt. Vergoldete Bronzezier in Form von Putten, Knabenbüsten, Fratzen, Roset- ten sowie ein unidentifiziertes, bischöfliches Zentralwappen. Drei Aufsatzvasen, zwei aus Achat und eine aus Marmor mit Bronzeblüten (unvollständig, bestossen). Rückseitige Geheim- schublade. Dazu: Späteres Tischunterteil, 20. Jh. mit gerader, einschübiger Zarge auf Pyramidenbeinen. Kabinett: 77 × 42 × 98,5 cm. Unterteil: 90 × 47,5 × 83,5 cm. Risse, Fehlstellen, Gebrauchsspuren. Die Intarsien mit späte- ren Reparaturen und Ergänzungen. Provenienz: Sammlung Arlette und Antony Embden, Frankreich. Das Vorbild der oberen intarsierten Kavaliersfigur geht auf einen Stich mit dem Titel "Le gentilhomme au manteau bordé de fourrures tenant ses mains derrière le dos" aus Jacques Callots (um 1592–1635) Folge "La noblesse" aus den Jahren 1620/1623 zurück (Vgl. Louvre, Inv.-Nr. L 45 LR/676 Recto). Ein weiterer Ver- gleich für die figürlichen Intarsien findet man an einer Schatulle aus dem Staatlichen Historischen Museum in Stockholm (Inv.-Nr. 41539_HST), welche als Arbeit des 17./18. Jh. beschrieben wird. Dieses Objekt mit artengeschützten Materialien befindet sich in der Koller Repräsentanz in München (Besichtigung einzig in München auf Voranmeldung). Eine EU-Handelsgenehmigung liegt vor; ein Export ausserhalb der EU ist nicht möglich. CHF 6 000/8 000 (€ 6 520/8 700)

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