WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 17. SEPTEMBER 2026

1355 TASCHENUHR, SOG. "OIGNON" Spätbarock, Basel, um 1710/20. Das Werk signiert AN. ENDERLIN À BÂLE (Andreas I. Enderlin, 1681–1733). Silbergehäuse graviert sowie teilweise durchbrochen gearbeitet in Form von eingerollten Akanthusblattranken, Grotesken, Früchtebou- quets und Hunden. Vergoldetes, graviertes Zifferblatt mit weissen Emailkartuschen, römische Stunden- sowie arabische Minutenziffern. Gebläute Zeiger. Vergoldetes Spindelwerk mit Unruh, Federwerk mit Schnecke und Kette. Mit Blattvoluten verzierte Spindelabdeckung. Viertelstundenschlag auf Glocke auf Anfrage. Aufzug mit Schlüssel von vorne. H 7 cm, Ø 6 cm. Vergoldung Zifferblatt berieben, eine Minutenkartusche restauriert. Zurzeit funktionstüchtig. Die Familie Enderlin zählte neben den Bury zu den bedeutendsten Basler Uhrmacher. Eine ähnliche Taschenuhr von Andreas I. Enderlin befindet sich im Historischen Museum Basel (Inv.-Nr. 2006.89). Eine weitere abgebildet bei Kägi/Marugg/Vinzens: Deutschschweizer Uhrmachermeister und ihre Werke vom 14. bis 19. Jahrhundert. 2004 Bd. II, S. 629, Nr. 4.27.5.2. CHF 3 000/5 000 (€ 3 260/5 430) - Auktion Rudolf Bangel Frankfurt am Main, Sammlung Friedrich Girtanner, Zürich, II. Teil, 25./26.10.1927, Lot 438. - Sammlung Siegfried Ducret, Zürich. - durch Erbschaft 1972 in Sammlung Peter Ducret, Kilchberg. Dieses seltene Gefäss aus opaker, glasartiger Mas- se mit einer Montierung, die in die Zeit um 1700 weist, stammt vermutlich aus der Werkstatt des Naturwissenschaftlers Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, der zusammen mit J. F. Böttger 1704 die Entwicklung des Meissener Porzellans vorange- bracht hatte. CHF 1 500/2 500 (€ 1 630/2 720) Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus, Berlin: Sammlung Friedrich Girtanner, Zürich, 9./10.12.1926, Lot 428, Abb. Tafel 25. Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg.

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