WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS 17. SEPTEMBER 2026

1385 SEKRETÄR À ABATANT Louis XVI, Paris, um 1770. Gestempelt N. PETIT (Nicolas Petit, 1732–1791) sowie mit Innungstempel. Mahagoni, Rosenholz, Amarant, Satiné, Palisander und Stirnholz eingelegt in bastionsförmigen, von Bronzefilets sowie Filets "à la grecque" gerahmten Reserven. Rechteckiger Korpus auf ausge- schnittener Zarge und Konsolfüssen. Front mit schräg gestellten vorderen Ecken; Schublade über abklappbarer Schreibplatte sowie Doppeltüren. Die Schubladenfront ziert ein vergoldetes Bronze-Mäanderfries, das mittige Schlüsselschild in Form eines Löwenkopfs. Das abklappbare Schreibblatt sowie die Doppeltü- ren eingelegt mit Blumenbouquet in Stirnholz. Die Schreibplatte innen mit braunem, goldgeprägtem Leder bezogen, öffnend auf vier Fächer und sechs Schubladen. Die unteren Doppeltüren öffnend auf zwei Fächer, ursprünglich mit einer Schublade (fehlt). Die Seiten ebenso mit bastionsförmigen, von Bronzefrie- sen umrahmten Reserven und appliziertem Bronzeschmuck, unten in Form von Rosetten, oben in Form von Blumenvasen, die auf in der Marketerie erhaben herausgearbeiteten Konsolen ste- hen. Die vorderen Ecklisenen tragen oben Bronzeschmuck mit von Lorbeergirlanden gesäumten ovalen Medaillons, Darstel- lung des Herkules im Kampf mit der Hydra. Randmoulüriertes, rot/violett gesprenkeltes Marmorblatt. 95 × 43(93) × 142 cm. Restaurierter guter Zustand. Provenienz: - Régine van den Broek d’Obrenan, geb. Régine de Ganay (1909–2014). - durch Erbfolge in Schweizer Privatbesitz. Ein in der Form sehr ähnlicher Sekretär mit teils identischem Bronzeschmuck (Fussbronzen sowie Eckbronzen mit Herku- lesdarstellung) ist abgebildet bei Pierre Kjellberg: Le mobilier français du XVIIIe siècle. Paris 1989, S. 649. Zwei weitere dort abgebildete Sekretäre zeigen sehr ähnliche Blumenzweige auf (S. 646, C bzw. 647, D). CHF 15 000/25 000 (€ 16 300/27 170) 70 |

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