FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1168 PAAR SCHLITTSCHUHLÄUFER ALS ALLEGORIE DES WINTERS Zürich, Manufaktur Schooren-Kilchberg (1763–91), vor 1768. Aus der Serie der grossen Jahreszeitenfiguren. Kavalier und Dame in purpurfarben staffiertem Kostüm, sie mit hermlinge säumter Jacke, jede Figur mit Schlittschuhen, in der Mantelta sche des Kavliers und am Handgelenk der Dame. Der Kavalier mit unterglasurblauer Marke Z und zwei Punkte, die Dame mit Pressmarke K. H 22 cm. Minim restauriert. Provenienz: - Sammlung Alfred Schwarzenbach, Zürich, gemäss schriftlicher Überlieferung (Kavalier). - Sammlung Siegfried Ducret, Zürich. Ausstellung: Kunsthaus Zürich 1955, Ausstellung "Schönheit im 18. Jh.". Vergleichsobjekte: Schweizerisches Landesmuseum (Ducret II 1959, Abb. 80); Sammlung Schwarzenbach (Sotheby's Zürich 1974, Lot 116); Schnyder von Wartensee (Fischer Luzern 1975, Lot 108); Sammlung Kern (Schnyder 2009 Nr. 14/15). In den Zürcher Sittenmandaten wurde durch die christliche Re gierung ebenso das Essen und Trinken als auch der Genuss von Tabak reglementiert. Erst seit 1700 hatte man die Bestimmungen über den Tabaksgenuss gelockert und das Rauchen war nicht mehr rundweg verboten, sondern nur noch in der Öffentlichkeit und an feuergefährlichen Orten untersagt, d.h. in Zunft- und Ge sellschaftshäusern, in Wirts- und Trinkstuben sowie auf Gassen und Strassen. In den Mandaten von 1755 und 1756 ist vom Rau chen das letzte Mal die Rede. Auch wenn in den Mandaten von 1779–1780 der Tabaksgenuss nicht mehr erwähnt wurde, hiess das nicht, dass die oben angeführten Verbote aufgehoben wor den wären. Die Obrigkeit ging vielmehr von der Voraussetzung aus, dass einmal Angeordnetes so lange gültig sei, bis es aus drücklich widerrufen würde (P. Ziegler, Zürcher Sittenmandate, 1978, S. 57). CHF 4 500/6 500 (€ 4 890/7 070)
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