FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1033 TROMPE-L'OEIL TAUBE, WOHL AUS DEM CLEMENSWERTHER SERVICE Strasbourg, Periode Paul Hannong, um 1750, das Modell Jo- hann Wilhelm Lanz (1748–54) zugeschrieben. Fayence Terrine mit Muffelfarbendekor. Naturalistisch model- liert, fein staffiert und schraffiert in Grautönen, purpurnen Füs- sen und auf einem weissen Sockel mit Aststütze und Blattwerk. Deckel und Terrine gemarkt 9 in Blau. L 33 cm; H 24,5 cm. Kleine Restaurierung an den Schwanzfedern. Provenienz: - Auktion Christie's, 30.11.1970, Lot 158. - Kunsthandel Stodel, Amsterdam. - Koller Auktionen, 4.6.1975, Lot 4733. Tauben fanden in einer Vielzahl von Gerichten des 18. Jh. Ver- wendung und galten auf den Banketten als Gaumenfreude. Über das Kulinarische hinaus wurde den Tauben und deren Verzehr auch heilende bzw. schützende Wirkung zugesprochen, insbe- sondere bei Gicht, Zittern und Pest (Johann Heinrich Zedler: Uni- versal-Lexicon aller Wissenschafften und Künste, Halle/Leipzig 1731–54, Bd. 42, S. 154-166). Dieses Taubenmodell in seiner naturnahen Staffierung findet sich vergleichbar sowohl mit als auch ohne Markierung oder Nummerierung: Metropolitan Museum New York, object num- ber 1990.245a, b; Art Institute of Chicago, Inv.-Nr.1978.310a-b; Musée des Arts Décoratifs Strasbourg, Inv.-Nr. 21869; Christie's London, 21.11.2005, Lot 7099; Christie's New York, 18.10.2017, Lot 793. CHF 8 000/15 000 (€ 8 700/16 300)
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